[B] Solidarität mit den Betroffenen der Hausdurchsuchungen – Solierklärungen

[B] Solidarität mit den Betroffenen der Hausdurchsuchungen – Solierklärungen

Wir dokumentieren im Folgenden eingie Soliaktionen und -erklärungen zu den Hausdurchsuchungen in der Rigaer Straße.

[B] Solidarität mit den Betroffenen der Hausdurchsuchungen – „Aktion Karl-Marx-Str“ eingefärbt

Wir haben in der Nacht vom 17. auf den 18. August das Büro der „Aktion Karl-Marx-Str.“ (Aktion KMS)in der Richardstr. in Berlin-Neukölln eingefärbt. Anlass waren die Hausdurchsuchungen bei Weggefährt_innen diese Woche, Ursache die Verwandlung der Karl-Marx-Str in eine einfach zu konsumierende und überwachende Einkaufsmeile und die zerstörung umliegender Nachbarschaften. Die Aktion KMS ist an diesem Prozess maßgeblich beteiligt und funktioniert quasi als Schnittstelle zwischen Kapital, Politik und Nachbarschaft. Mit vermeintlicher Bürger_innenbeteiligung versucht sie sich zu legitimieren, ihre Arroganz und auf was sie eigentlich abzielt zeigt sich jedoch allein schon an der (ehemaligen) Fassade des Büros: „jung, bunt, erfolgreich“ und ähnliche Schlagwörter standen darauf. Nun nicht mehr.

Wir glauben nicht, dass wir damit einen großen Schritt für diese Nachbarschaft getan oder unsere Feinde sonderlich getroffen haben. Doch wir denken, dass die Aktionen, die als Anlass der Durchsuchungen dienten, ihre Militanz nicht in dem Spektakel ihrer Durchführung haben, sondern viel eher darin, dass sich ei e große Gruppe an Menschen zusammengefunden hat und entschlossen in den Angriff übergeht. Genau darum geht es uns.

Wir haben uns von diesen Aktionen inspirieren lassen.

Alles was es benötigte, war eine Handvoll Freund_innen, die sich vertrauen und offen miteinander reden können, sowie ein gutes Ziel. Dank an dieser Stelle an die Aktion KMS, eure Baustelle am Platz der Stadt Hof hat uns die beste Deckung für unseren Angriff gegeben. Wir haben Wasserbomben mit Frbe nd Wasser gefüllt. Vorher am Besten die Wasserbombem am Wasserhahn etwas dehnen. Das Farb/Wasser-Gemisch in eine Spüliflasche füllen und die Ballons rüberstülpen. So lassen sie sich einfach befüllen. Tragt dabei Latexhandschuhe, um Fingerabdrücke zu vermeiden und macht das Ganze an einem einfach zu reinigendem Ort (beseitigt wirklich alles Farbspritzer und beseitigt allen Müll). Macht euch Gedanken, wie ihr die Aktion am Besten durchführen könnt.

Wir hätten die Farbbomben auch einfach im Vorbeispazieren schmeißen können, doch haben wir bei der Durchführung Wert darauf gelegt, alles möglichst professionell durchzuführen. Denn beim nächsten Mal sind es vielleicht nicht nur Farbbomben…

Grüße an all die Umtriebigen da draußen in der Nacht!
Solidarität mit den Betroffenen der Repressionen!
Bildet Banden und übt den Aufstand!
Neukölln beißt zurück.

P.S.: Wir sind besorgt über den aktuellen Mangel an Bewegung in Berlin. Wir bemerken die zahlreichen Angriffe auf unsere Leben sowie die unserer Weggefährt_innen. Hausdurchsuchungen, (rassistische) Polizeikontrollen in Straßen und Parks, Mietkosten, hetzende und mordende Neonazis und der dahinter stehende rassistische Mob, Polizei und Militär die die Aufstandsbekämpfung proben, Politiker_innen und Stellvertreter_innen überall, vom Parlament bis zum eigenen Camp. Diese Angriffe sind so zahlreich und umfassend, dass wir nicht mehr nur in kleinen Teilbereichen kämpfen können. Wir müssen es schaffen, auf allen Ebenen widerstand zu leisten und anzugreifen. Dies kann nur durch Experimentieren gelingen.

 


 

Soli-Aktion in Cardiff:

cardiff

 


 

Soli-Botschaft auf Dublin:

SOLIDARITY WITH BERLIN! SAT 18th AUGUST – ‚We stay all!‘
On the morning of the 14th of August police raided Rigaer 94, Fridel 54, Reiche 63a and several other flats, there was also a comrade arrested at Liebig 34. Our friends and comrades marched in Berlin to protest against the repressive police forces‘ attack on the radical community there. We would like to send warm greetings and to fully express our solidarity with the affected projects and their inhabitants, and to those taking to the streets. We would also wish to fully express our revulsion at the actions of the police. We believe this is not simply an attack on these projects, but an attack on our shared resistance, ideas and autonomy – the foundations of our existence.

In love, rage and solidarity,
Seomra Spraoi – Dublin’s Autonomous Social Centre
ACAB


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