Bericht zum bundesweiten Aktionstag zum 19.12.2000

Bericht zum bundesweiten Aktionstag zum 19.12.2000

Am 19 Dezember 2019 führten wir vom Netzwerk Freiheit für alle Politischen Gefangenen einen bundesweiten Aktionstag durch.

Wir haben uns für dieses Datum entschieden da sich an diesem Tag das Massaker des 19.12.2000 jährt. An diesem Tag stürmten 10.000 türkische Sondereinheiten über 20 türkische Knäste um den Widerstand gegen die Einführung der F-Typ Gefängnisse nach Stammheimer Vorbild zu brechen. Doch diese Widerstand und der darauf folgende 7 Jahre lange Hungerstreik schafte es die Einführung der total Isolation zu verhindern.

Mit diesem Aktionstag solidarisieren wir uns und unterstützen wir die Forderungen von dem

„Grup Yorum Solidaritäts Komitee Deutschland“:

-Das Idil Kulturzentrum soll nicht mehr gestürmt werden!

-Die Konzertverbote sollen aufgehoben werden!

-Die Namen der Grup Yorum Mitglieder sollen von der Fahndungsliste gestrichen werden!

-Die inhaftierten Mitglieder von Grup Yorum sollen freigelassen werden!

-Alle Strafverfahren sollen fallengelassen werden!

Desweiteren unterstützen wir die Forderungen von Mustafa Kocak, der sich seit über 150 tage im Hungerstreik befindet. Da er weiterhin inhaftiert ist, obwohl die Anschuldigungen gegen ihn zurückgezogen worden und die Forderungen nach Freiheit für die zu Unrecht inhaftierten Anwalte des Volkes.

Magdeburg:

In Magdeburg fand den ganzen Tag eine  Kundgebung im Infoladen statt.
Hier trat ein Genosse auch in  einen Solidaritätshungerstreik von einem Tag, um die GenossInnen zu unterstützen. Des weiteren würden über 1000 Flyer in Briefkästen verteilt und die 100 Aufkleber zu dem Thema wurden im Stadtteil Stadtfeld verklebt, es wurden Postkarten an revolutionäre Gefangene geschickt und ein Solidaritätstransparent aus dem Haus gehängt, um Passanten zu informieren.

In Hamburg fand es eine Kundgebung vor dem türkischen Konsulat und abends eine Veranstaltung  in der B5 statt. Das  Netzwerk aus Hamburg berichtete  über die Solidarität von Menschen aus der BRD  mit den Gefangenen aus der Türkei . Auch wurde die wenige Unterstützung durch einheimische und migrantische  Linke kritisiert.  

Wir finden es sehr wichtig die internationale Solidarität praktisch werden lassen. Wir Teilen die Hoffnung und dem Traum einer gerechten Gesellschaft mit diesen GenossInnen. Deswegen werden  sie  zu Unrecht vom Imperialismus und ihren Henkern angegriffen und wir werden  sie deshalb  alleine lassen. Denn wir wissen, ein Angriff gegen einen oder eine von uns ist ein Angriff gegen alle und sollte uns somit alle betreffen. Schreibt den Gefangenen, macht auf ihre Situation aufmerksam und verbreitet ihre Inhalte.

Solidarität muss praktisch werden!

Nieder mit dem Imperialismus!

Hoch die Internationale Solidarität !!!

Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen
 

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