[Berlin] Flüchtlinge im Hungerstreik – Kundgebung am Brandenburger Tor – Festnahmen

Gestern sind in Berlin Flüchtlinge in den Hungerstreik getreten. Ihre Erklärung kann hier gelesen werden. Das um ca. 16 Uhr aufgebaute Zelt wurde von der Polizei gegen 21:45 Uhr wieder abgebaut. Die hungerstreikenden Flüchtlinge und einige Unterstützer_innen sind dennoch weiterhin vor dem Brandenburger Tor. Sie haben die Nacht dort ohne Schlafsäcke, Isomatte und Zelt verbracht.

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Aktuell ist eie Kundgebung vorm Brandenburger Tor angemeldet. Schlafen und jegliche Schlafutensilien sind aber weiterhin verboten (auch Stühle sind verboten). Die hungerstreikenden Flüchtlinge sind dennoch gewillt eine weitere Nacht vor dem Brandenburger Tor zu verbringen. Kommt vorbei und unterstützt sie. Verbringt die Nacht solidarisch mit ihnen.

Statement der hungerstreikenden Asylsuchenden am zweiten tag ihres Hungerstreiks

Wir, die hungerstreikenden Asylsuchenden am Brandenburger Tor sind auf der Strasse, obwohl die Polizei uns rassistisch behandelt. WIr haben unseren Hungerstreik am 24.10.2012 begonnen um unsere vier Ziele durchzusetzten. Aber nachdem wir einen Nacht im Regen ohne Zelt, Schlafsack und Isomatte geschlafen haben, sind wir heute am zweiten Tage unseres Hungerstreiks in einer schlechten Situation. Die Regierung in Form der Polizei setzt uns unter enormen Druck und versucht es unmöglich zu machen auf der Strasse zu bleiben. Wir, die Hungerstreikenden Asylsuchenden in Berlin, geben bekannt:

Es hat nicht heute oder gestern angefangen, wir sind seit 7 Monaten auf der Strasse und kämpfen mit all unserer Kraft für unsere Rechte. Unser Widerstand auf der Strasse wird weitergehen egal was passiert. Heute, am 25.10.2012, werden wir die zweite Nacht auf der Strasse verbringen und wir rufen all jende die unseren Kampf für die Rechte der Asylsuchenden und Einwanderer unterstützten wollen dazu auf mit einem Schlafsack zum Brandenburger Tor zu kommen und die ganze Nacht mit uns solidarisch auf der Strasse zu verbringen Ein Bewegung auf der Strasse braucht Solidarität auf der Strasse.

 

Die hungerstreikenden Asylsuchenden in Berlin

Videos, Bilder und Medienberichte vom gestrigen Tag

http://www.youtube.com/watch?v=f3i1JYNAW5I&feature=player_embedded

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Seit dem 24.10 befinden sich die Flüchtlinge am Brandenburger Tor im Hungerstreik und nehmen nur noch Wasser zu sich. Am 26. Oktober hat die Polizei gegen 1:45 Uhr mehrere Einheiten aufgefahren und die am Brandenburger Tor anwesenden dazu aufgefordert die Schlafsäcke zu entfernen. Obwohl diese vorher noch geduldet wurden. Bei der anschliessenden Entfernung der Schlafsäcke und Decken wurden 2 Personen festgenommen. (Stand 26.10 2:00 Uhr)

3:00 Uhr: „3 Personen wurden Festgenommen. Darunter 2 Aktivist_innen und 1 Flüchtling. Der Flüchtling befindet sich wegen einer Verletzung am Fuss/Bein, begleitet von der Polizei, auf dem Weg ins Krankenhaus. Die Polizei hat sich am Brandenburger Tor zurrückgezogen. Dennoch sind weitere Angriffe nicht auszuschliessen. Seid solidarisch und macht euch auf den Weg.“

 

Polizei räumt Protestzelt vor Brandenburger Tor. Hungerstreik geht weiter

Berlin. Die Polizei hat am späten Mittwoch abend das Lager der Refugee Tent Action (Aktion Flüchtlingszelt) vor dem Brandenburger Tor in Berlin geräumt. Wie ihr Sprecher am Donnerstag bestätigte, bauten Beamte das Zelt auf dem Pariser Platz kurz vor 22.00 Uhr ab. Darin hatten sich nach Angaben einer Unterstützerin rund 20 Flüchtlinge aufgehalten, die am Mittwoch in einen Hungerstreik getreten waren. Damit wollen die Asylbewerber gegen die Gesetzgebung für Flüchtlinge in Deutschland protestieren. Mittlerweile hätten sie ihre Versammlung vor dem Brandenburger Tor offiziell als »Dauerkundgebung« angemeldet. Damit können sie dort als Gruppe verbleiben. Die Hungerstreikenden wollten nur Wasser trinken, bis ihre Forderungen erfüllt sind: »Abschaffung von Abschiebungen und sofortige Anerkennung der Asylsuchenden als politische Flüchtlinge«, sagte die Frau. Außerdem solle die Residenzpflicht beseitigt und die Unterbringung dieser Menschen in Lagern beendet werden. (AFP/jW)

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