Brief „Culmine“ zu seiner „Freilassung“

Brief „Culmine“ zu seiner „Freilassung“

Liebe GenossInnen,

wie viele schon wissen wurde am 7. September der anarchistische Blog „Culmine“ wegen Terminverfall aus der U-Haft entlassen. Doch man kann überhaupt nicht sagen er sei befreit worden, denn die haben sich natürlich gut überlegt Beschränkungen aufzuerlegen:

Ausreiseverbot, Aufenthaltspflicht in der vorgesehenen Gemeinde und zweimal pro Tag Unterschrift (bei den Bullen, d.Üb.)

Um eine solche „Freiheit mit Beschränkungen“ zu rechtfertigen, konnten sie sich nicht verkneifen die Tatsache zu unterstreichen, dass wir die mit „Culmine“ geleistete Arbeit nie verleugnet und die Fortführung der anarchistischen Gegeninfo herbei gewünscht haben.

In Anbetracht „der Personen, gegen die ermittelt wird, auf die auch aus der im Verbrechen bezeugte Professionalität gefolgert werden kann“, beharren sie darauf uns eine andere Form von Knast unterzujubeln ganz einfach weil sie keine Alternativen haben: denn effektiv sind die Ermittlungen noch offen und offensichtlich haben die noch einige Arbeit zu tun, da wir „Elemente“ darstellen, „die stark imstande sind Konsense zu sammeln“ und wir „unsere anarchistischen und umstürzlerischen Absichten nicht aufgegeben haben“.

Sie selbst behaupten ihre elenden Gitter würden nicht genügen um ein „Verbrechen“ wie die Anstiftung einzudämmen: sie haben vollkommen recht aber wollen sich einfach nicht damit abfinden, dass Aktionen zur totalen Befreiung keiner Anstiftung bedürfen!

Wir ergreifen die Möglichkeit um unsere Solidarität allen auszudrücken die als Antiautoritäre kämpfen und allen würdigen Gefangenen die nicht aufhören erhobenen Hauptes Widerstand zu leisten und anzugreifen.

Wir danken überdies allen affinen Individuen die nie aufgehört haben uns ihre Solidarität und Komplizität auszudrücken!

Eine feste rebellische Umarmung!

„Culmine“, Anfang Oktober 2013

Stefano Gabriele Fosco

Elisa di Bernardo

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