Die beiden revolutionären Gefangenen Didem Akman und Ozgur Karakaya sind seit 20 Tagen im Todesfasten. Ihre Forderungen sind das Ende willkürlicher Praktiken in den Gefängnissen.

Die beiden revolutionären Gefangenen Didem Akman und Ozgur Karakaya sind seit 20 Tagen im Todesfasten. Ihre Forderungen sind das Ende willkürlicher Praktiken in den Gefängnissen.

Am 29.04.2009 näherte sich die 23-jährige Revolutionärin, Didem Akman den ehemaligen Justizminister Hikmet Sami Türk in Ankara im Hörsaal mit einem Kilo Sprengstoff am Körper.

Wegen einer Fehlzündung detonierte nicht die gesamte Bombe, Akman wurde nur leicht verletzt und von Türks Leibwächtern festgenommen.

Die junge Frau ist nach Angaben der Polizei eine Kämpferin in der Revolutionären Volksbefreiungspartei Front (DHKP-C).

Hikmet Sami Türk ist für die Marxistisch-Leninistische DHKP-C ein Ziel, weil er 2 000 während eines großen Todesfasten in den türkischen Gefängnissen Justizminister war. Am 19. Dezember 2000 endete die so genannte Polizeioperation »Zurück ins Leben« in den Hochsicherheitstrakten in einer Katastrophe, 32 Menschen kamen ums Leben.

Die meisten Menschen starben, weil die im Gefängnis als Wachen fungierenden Soldaten Gaspatronen benutzten, die sich durch Gewehrschüsse entzündeten. In der Großraumzelle C 1 des Frauentraktes starben zwölf Insassen an Verbrennungen und Rauchvergiftungen.

Sie alle waren politische Häftlinge aus dem linken Spektrum. Die Häftlinge hatten gegen ihre Verlegung in neue Sicherheitstrakte des F-Typs protestiert. Es handelt sich dabei um Gefängnisse ohne Großraumzellen und Isolierung von anderen Gefangenen also um Isolationshaft und damit zur Folter.

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