Die Blutspur der Olympischen Spiele

Die Blutspur der Olympischen Spiele

Nach kürzlich frei gegebenen Dokumenten in Südkorea kommen neue Informationen über Internierungslager in dem Land zutage. In Südkorea wurden ab Mitte der 1970er Jahre in großem Stil sogenannte „Brüderheime“ gebaut in denen „Herumtreiber“ eingesperrt wurden. Die waren in der Regel Kinder und Jugendliche, wie z.B. Waisen oder welche, die einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort waren und willkürlich von Polizisten Verhaftet wurden. 980 Prozent der Insassen sollen nicht mal der Definition der Regierung von „Herumtreibern“ entsprochen haben. Im Rahmen der Ausrichtung der Olympischen Spiele stieg Anzahl der Insassen sprunghaft an, 1986 waren es mindestens 16.000.

 

In den Lagern waren die Kinder Folter, Vergewaltigung und Mord durch die Wärter ausgeliefert. Von 1975 bis 1986 sind 513 Todesfälle dokumentiert, doch die Zahl der nicht dokumentierten Fälle liegt wahrscheinlich viel höher. Immer wieder werden menschliche Überreste gefunden, in den Gegenden in denen früher die Lager standen. Auch Zwangsarbeit wurde in den Lagern massiv praktiziert, so mussten die Kinder täglich Kleidung und andere Güter produzieren, womit der Besitzer der Lager große Gewinne machte. Dieser bekam zynischer Weise sogar zwei Orden für sein „soziales Engagement“.

Dass die Kampagne mit dem Anlass der Olympischen Spiele intensiviert wurde ist wenig überraschend. Auch heute werden für diese und andere große Sportevents die ärmsten der Armen in den unterdrückten Nationen massiv ausgebeutet und unterdrückt, Vertreibung und Massenmorde inklusive. So wie es zur Zeit wieder in Brasilien stattfindet, wo dieses Jahr die Olympischen Spiele ausgerichtet werden. Bereits zur Fußball WM 2014 wurden hier tausende Menschen, vor allem Indigene, von ihrem Land vertrieben und Arbeiter ermordet, als sie die großen Stadien unter den schlechtesten Arbeitsbedingungen erbauten. Jeglicher Protest wurde brutal nieder geschlagen. Diese Verbrechen an den Völkern der Welt müssen stetig denunziert werden. Und so steht den Revolutionären in der BRD auch in diesem Punkt eine wichtige Arbeit bevor, als lebendiger Ausdruck des proletarischen Internationalismus.

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