Diskussionsveranstaltung zu den Paragraphen 129a-b in Berlin

Diskussionsveranstaltung zu den Paragraphen 129a-b in Berlin

Am Donnerstag, den 19. Januar 2012, wurde in Berlin eine Infoveranstaltung zu den Paragraphen 129 a-b , sowie zu den Isolationsangriffen und Prozessen gegen revolutionäre Gefangene in Deutschland abgehalten.

Bei der vom Freiheitskomitee Berlin, dem Netzwerk für politische Gefangene und vom Gefangenen Info organisierten Veranstaltung wurde über die Paragraphen 129, 129a und 129b informiert, darüber wann und wozu sie erlassen wurden, welchen Zweck sie erfüllen, wem diese Gesetze schaden und über die abgeschlossenen und andauernden Prozesse gegen Revolutionäre aus der Türkei.

Im Redebeitrag des Freiheitskomitees wurde berichtet, dass es auch in der Türkei ähnliche Gesetze gibt, mit denen Tausende Revolutionäre verhaftet und in F-Typ- Gefängnisse gesteckt wurden, und brutalste Massaker verübt wurden, um die Gefangenen von ihren Ideen abzubringen.

„In der Türkei gab es Menschen, die gegen diese Gesetze und Massaker Widerstand leisteten. Sie konnten die Gefangenen, die in den Kerkern der 12. September-Junta ins Todesfasten traten nicht brechen. Auch unsere Freien Gefangenen, die in Buca, Ümraniye, in den Särgen von Eskisehir, in Ulucanlar, beim 19.-22. Dezember-Massaker und im 7 Jahre andauernden Großen Widerstand mit 122 Gefallenen Widerstand leisteten, haben diese Angriffe vereitelt. Nun haben wir freie Gefangene in deutschen Gefängnissen, die sich ähnlichen Angriffen nicht ergeben. Unsere Gefangenen leisten nicht nur für die Menschen aus der Türkei und für MigrantInnen Widerstand, sondern auch für die deutsche Bevölkerung und für die unterdrückten Völker. Sie bringen dieses Opfer für unsere Rechte und Freiheiten. Die Aufgabe, die uns zukommt ist es, die Widerstand leistenden zu unterstützen, für sie einzutreten und die internationale Solidarität zu stärken. Wir können diese Angriffe nur durch Widerstand, Einheit und Organisierung vereiteln. Nurhan, Cengiz, Faruk, Sadi, Ünal und Gülaferit sind unsere Würde. Treten wir für unsere Würde ein” .

Im Veranstaltungsraum hängte ein Transparent des Netzwerks mit der Aufschrift „Terrorist ist der, der die Völker hungern lasst und bombardiert – Faruk Ereren“ sowie ein Transparent mit dem Foto von Gülaferit Ünsal und der Aufschrift „Freiheit für die politischen Gefangenen. Freiheit für Gülaferit Ünsal – Heute Gülaferit, morgen ..?“

An der Veranstaltung, die von 19:00-21:30 Uhr stattfand, nahmen rund 80 Personen teil.
Zum Abschluss wurde ein Dokumentarfilm im Zusammenhang mit dem Prozess der in Deutschland angeklagten revolutionären Gefangenen gezeigt.

http://www.halkinsesi.tv/index.php/alle-nachrichten/5299-disskussionsveranstaltung-zu-den-paragraphen-129a-b-in-berlin.html

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