Film über Kommunistin Ivana Hoffmann: “Es braucht nicht viel, um Großes zu schaffen”

Am 7. März 2015 fiel die junge Kommunistin Ivana Hoffmann in Nordsyrien im Kampf gegen den “Islamischen Staat” (IS). Über ihr Leben – von ihren ersten politischen Schritten bis hin zum bewaffneten Kampf in Rojava – soll nun der Film „Eure Genossin, Ivana Hoffmann“ gedreht werden. Perspektive Online hat mit den Menschen, die hinter dem Projekt stehen, über die Idee des Films und wie man sie unterstützen kann gesprochen.
Wer seid ihr und was habt ihr vor?
Wir sind ein Team aus Filmemacher:innen, Aktivist:innen und politisch engagierten Menschen. Zum ersten Mal zusammengefunden haben wir Anfang des Jahres mit dem Ziel, einen Film über Ivana Hoffmann zu drehen.

Warum dreht ihr so einen Film?
Vielleicht erzählen wir vorher einmal kurz, wer Ivana Hoffmann überhaupt war, denn möglicherweise ist der Name nicht allen bekannt. Kurz gesagt: Ivana war eine junge Frau, die als Arbeiter:innenkind in Duisburg aufgewachsen ist und seit ihrer Jugend politisch aktiv war. Sie war aktiv gegen rechts, hat sich für die Rechte aller Unterdrückten eingesetzt, und ihr Herz hat vor allem für eine Sache gebrannt: die Revolution.

Als dann 2015 die Rojava-Revolution, eine Revolution in Nordostsyrien, durch Angriffe des sogenannten “Islamischen Staats” unter Beschuss stand, entschied sich Ivana genau dorthin zu gehen, um die Errungenschaften der Revolution zu beschützen. 2015 ist Ivana dann bei der Verteidigung des Dorfes Til Temir gefallen. Das Gesagte gibt auch eine Antwort auf Eure Frage: Wir selbst sind begeistert von Ivanas einzigartigem Leben, ihrer Unnachgiebigkeit und ihrem unfassbaren Mut – und wir wollen, dass diese inspirierende Geschichte Ivanas so weit wie möglich verbreitet wird.

Was wollt ihr mit dem Film erreichen?
Wir wollen Ivana als Revolutionärin und mit ihr ihre Überzeugungen stärker bekannt machen und verbreiten. Wir wollen Ivanas inspirierende Geschichte nicht einfach nur nacherzählen – wir wollen sie mit einem Film erfahrbar machen. Und wir möchten vor allem auch zeigen, dass es nicht viel braucht, um Großes zu schaffen. Ivana ist das beste Beispiel dafür. Der Film soll eine Quelle der Inspiration werden. Inspiration dafür, gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung laut zu werden und das Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen.

Wo und wann wird der Film das erste Mal zu sehen sein?
Unser Zeitplan sieht derzeit vor, dass der Film voraussichtlich Anfang bis Mitte des nächsten Jahres fertig sein wird. Wir werden dann Filmpremieren in verschiedenen Städten veranstalten, bei denen der Film zum ersten Mal zu sehen sein wird. Eines unserer zentralen Ziele bei dem ganzen Projekt ist aber, dass unser Ergebnis für alle zugänglich ist. Wir wollen kein hinter Paywalls oder Kinovorhängen verschlossenes Projekt, das nach ein paar Monaten niemanden mehr interessiert. Nach den Premieren soll der Film also im Internet veröffentlicht werden, damit ihn auch in der Zukunft einfache Menschen, wie Ivana selbst eine war, sehen können.

Wie kann man euch unterstützen und auf dem Laufenden bleiben?
Aktuell läuft unser Crowdfunding. Das stellt eine wichtige Stütze für unser Projekt dar. Wir wollen die Geschichte Ivanas so unabhängig wie möglich erzählen und haben keine großen Geldgeber im Rücken. Die größte Unterstützung ist deshalb in der aktuellen Phase, eine kleine Spende dazulassen. Ohne die Unterstützung von allen Interessierten können wir das Projekt nicht umsetzen. Dabei hilft uns jeder noch so kleine Beitrag.

Ansonsten gilt natürlich wie so oft: Folgt uns auf den sozialen Medien, teilt unsere Inhalte und verbreitet das Projekt. Hier bleibt ihr auch immer up to date bei allem, was den Film angeht. Ihr findet uns auf Instagram, Twitter und Facebook. Auf unserer Webseite ivana-film.com findet ihr auch alles nochmal gebündelt. Wir versprechen euch, einen tollen Film zu drehen, der alle begeistern wird!

https://perspektive-online.net/2023/07/film-ueber-kommunistin-ivana-hoffmann-es-braucht-nicht-viel-um-grosses-zu-schaffen/