Folterwaffen für die Polizei in Bremerhaven

Folterwaffen für die Polizei in Bremerhaven

Am vergangenen Donnerstag stellte der Direktor der Ortspolizeibehörde Bremerhaven, Harry Götze, das neue Spielzeug der Polizei vor. Das „Distanz-Elektroimpulsgerät“ oder kurz „DEIG“ ist ein sogenannter Taser der ungefähr wie eine Elektroschockpistole funktioniert. Aus dem Schusswaffen ähnlichem Gerät werden zwei unter Strom stehende Metallpfeile geschossen, die die Kleidung des beschossenen durchdringen und in den Körper treffen. Der beschossene bekommt dann starke Stromschläge die dafür sorgen, dass die Muskulatur verkrampft und der beschossene bei vollem Bewusstsein außer Gefecht gesetzt wird.

Die Polizei selbst erhofft sich mit der neuen Waffe, die Lücke die angeblich bisher immer zwischen Schlagstock/Pfefferspray und der Pistole bestand zu schließen. So existiert jetzt wohl noch eine weitere Möglichkeit sogenannte „Kriminelle“ oder „Gewalttäter“ zur Strecke zu bringen und ihre angeblich legitime Strafe zu gewährleisten. Zunächst wird nun also 12 Monate lang getestet wie sich der „DEIG“ so in der Praxis macht. Sollte die Testphase in Bremerhaven erfolgreich abgeschlossen werden so wird der Taser flächendeckend im ganzen Bundesland Bremen eingesetzt werden. Das würde also bedeuten, dass jeder Streifenpolizist einen solchen Taser im Dienst mit sich führen würde anstatt das wie bisher, „nur“ Spezialeinheiten über eine solche Waffe verfügen. Übrigens sind wie schon zu erahnen war keinerlei Kriterien bekannt gegeben worden, die den einjährigen Tasertest als Erfolg definieren.

Die heuchlerische Begründung für die Einführung ist in der Hauptsache die angebliche höherwerdende Gefahr für Polizeibeamte, Feuerwehrleute und Mitarbeiter des Rettungsdienstes. Gleichzeitig wird von Fällen zahlreichen Missbrauchs (d.h. Folter) in beispielsweise den USA, wo vor kurzem erst ein elfjähriges Mädchen getasert wurde, oder Gefahren wie z.B. Herzfehlern, die bei beschossenen vorhanden sein könnten geschwiegen. In den USA sind über 700 Todesfälle durch die angeblich nicht tödliche Waffe in den letzten Jahren dokumentiert. Dazu kommt, dass mit der ganzen Propaganda von der „nicht tödlichen Waffe“ die Hemmschwelle der Bullen gesenkt wird diese tatsächlich auch einzusetzen. Irgendwann wenn man sich dann als Bulle überlegt, ob man dem Tatverdächtigen jetzt hinterherläuft oder ihm aus ein paar Metern Entfernung 50.000 Volt durch den Körper zu jagen, dann entscheidet man sich doch lieber für letzteres. Das senkt ja auch die Fluchtgefahr.

Eigentlicher Grund für den Schritt zum Taser ist die zunehmende Vorbereitung auf die Aufstandsbekämpfung und somit die zunehmende Militarisierung der Gesellschaft in der BRD. Zunehmend soll die Gesellschaft stärker militarisiert werden, beispielsweise in Form von großen Mengen Polizei in den Städten die aufgrund von einem Event wie dem G20-Gipfel im Letzen Jahr oder auch zukünftig bei der EM 2024 in Deutschland wohl eine Notwendigkeit sind. Die zunehmende Aufrüstung von Polizei gehört eben auch dazu. Ein militarisiertes Bild in unseren Städten soll normal werden damit auch die Armee in unseren Straßen nicht mehr als sonderbar erscheint.
http://www.demvolkedienen.org/index.php/de/europa/2734-folterwaffen-fuer-die-polizei-in-bremerhaven

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