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Politische Prozesse gegen die 17N
 
Aktuelle Texte zur Situation der 17N Gefangenen und zu den Prozessen gegen die 17N koennen unter folgenden Links nachgelesen werden: Hintergrund:

Im Sommer 2002 wurde ein Mitglied der 17N bei einem Anschlag durch eine zu früh explodierende Bombe schwer verletzt. Noch während er auf der Intensivstation lag wurde Savvas Xiros verhört und ihm Informationen über Genossen abgepresst. Insgesamt 19 Menschen wurden verhaftet und am 3. März 2003 vor Gericht gestellt. Die meisten der Angeklagten bestritten jede Verstrickung mit der Revolutionären Organisation 17. November. Lediglich der als „zweiter Mann der Organisation“ gehandelte Dimitris Koufodinas übernahm die politische Verantwortung für die17N. Im Laufe des Prozesses gelang es dem Gericht, drei Angeklagte zu Kronzeugen der Anklage zu machen. Unzulässigerweise gestützt auf die Aussagen der Kronzeugen (das griechische Gesetz verbietet einen Schuldspruch lediglich aufgrund der Aussage anderer Beschuldigter) und bei zweifelhafter Beweislage und widersprüchlichen Aussagen der Zeugen verkündete das Gericht im Dezember 2003 sein Urteil. Vier Angeklagte, darunter Angeliki Sotiropoulis, die Frau von Dimitris Koufodinas, wurden freigesprochen. Die anderen 15, darunter trotz ihrer Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft auch die Kronzeugen, bekamen langjährige Haftstrafen, sechs von ihnen einfach bis 21 Mal lebenslänglich. Die höchste Strafe bekam der als Anführer der Organisation verurteilte Alexandros Giotopoulos. Obwohl ihm das Gericht keine Teilnahme an auch nur einem der Anschläge der Organisation nachweisen konnte, wurde er als „moralischer Täter“ in allen Fällen (darunter 19 Morde, 97 versuchte Morde, 27 Sprengstoffanschläge und 11 Raubüberfälle) schuldig gesprochen.

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