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Imrali: Antrag auf Angehörigenbesuch abgelehnt

Die Besuchsanträge der Angehörigen von Abdullah Öcalan und anderer Inhaftierter auf der türkischen Gefängnisinsel Imrali wurden erneut abgelehnt.

Die Staatsanwaltschaft von Bursa hat einen weiteren Besuchsantrag der Angehörigen des inhaftierten PKK-Gründers Abdullah Öcalan auf der türkischen Gefängnisinsel Imrali abgelehnt.

Die Anträge waren am gestrigen Donnerstag von Öcalans Geschwistern Mehmet und Fatma Öcalan gestellt worden. Auch die Besuchsanträge von Mazlum Dinç, dem gesetzlichen Bevollmächtigten von Öcalan sowie der Familienangehörigen der ebenfalls auf Imrali inhaftierten Gefangenen Hamili Yıldırım, Ömer Hayri Konar und Veysel Aktaş, wurden abgelehnt.

In allen Fällen begründete die Staatsanwaltschaft die Antragsablehnung erneut damit, dass „den Verurteilten zwecks Durchführung von Sanktionen und Sicherheitsmaßnahmen nach Gesetz Nummer 5275 Beschränkungen auferlegt wurden”.

Seit mehr als zwei Jahren wird jeder Antrag auf Angehörigenbesuch bei Inhaftierten auf der Insel im türkischen Marmarameer von den Behörden abgelehnt. Zuletzt konnte im September 2016 eine Besuchserlaubnis für Mehmet Öcalan erwirkt werden. Auch dem Rechtsbeistand des kurdischen Vordenkers werden Besuche auf Imrali verwehrt. Der letzte Mandantenbesuch fand im Juli vor sieben Jahren statt. Abdullah Öcalan hält damit den „Europa-Rekord“ für Haft ohne Zugang zu Anwälten.

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