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Rote Hilfe e.V. fordert Haftentlassung von Deniz K.

Protest gegen Vorgehen von Polizei und Justiz 21.12.12

deniz nbgAm 14. November 2012 wurde der Antifaschist Deniz K. durch die Jugendkammer des Landgerichts Nürnberg wegen „versuchter schwerer Körperverletzung, schwerem Landfriedensbruch und Widerstands gegen die Staatsgewalt“ zu zwei Jahren und sechs Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt.

Ursprünglich wurde dem Aktivisten der Tötungsversuch von vier Polizeibeamten vorgeworfen, was sich während des Prozesses als völlig unhaltbar herausstellte.

Das Urteil hatte sowohl bundesweit als auch in anderen Ländern für Aufsehen und Empörung gesorgt. Der Anwalt von Deniz K. hat angekündigt, in den kommenden Tagen Haftprüfung zu beantragen.

Die Rote Hilfe e.V. fordert gemeinsam mit zahlreichen antifaschistischen Vereinen und Initiativen die sofortige Haftentlassung von Deniz K. und protestiert weiterhin gegen das Vorgehen von Polizei und Justiz.

Hierzu erklärt Heiko Lange vom Bundesvorstand der Roten Hilfe e.V.:
„Gegen den jungen Aktivisten führte die Justiz einen politisch motivierten Prozess. Deniz demonstrierte am 31.03.2012 in Nürnberg gegen die Morde durch den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) und den darin verwickelten Verfassungsschutz. Nun soll an ihm ein Exempel statuiert werden, um linke Kritik an staatlich subventionierten Verbrechen mit aller Gewalt zu unterbinden.“

Die Rote Hilfe e.V. setzt sich für ein Ende der Kriminalisierung der antifaschistischen Bewegung ein und fordert alle Initiativen, die sich gegen Rassismus, Überwachung und den Abbau von Grundrechten einsetzen, dazu auf, sich mit Deniz K. zu solidarisieren.

Heiko Lange für den Bundesvorstand der Roten Hilfe e.V.

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