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Georges, dessen Strafe längst abgesessen ist, muss endlich freigelassen werden !

17.06.13

georgesInternationaler Aktionstag für Georges Ibrahim Abdallah: 5. und 6. Juli
Georges muss nach 29 Jahren raus !

In Hamburg wird es dazu eine Veranstaltung am Montag, den 1. Juli um 19:30 Uhr im Internationalen          Zentrum B5 in der Brigittenstr. 5 geben.

Am Samstag, den 6. Juli, findet eine Kundgebung um 16 Uhr in Hamburg-Altona, Ottenser Hauptstr.1 (am Bahnhof) statt.

Georges Ibrahim Abdallah ist ein libanesischer kommunistischer Aktivist. Er wurde 1984 in Lyon festgenommen. Erst 1987 wurde er zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt.
„Ich bin zu lebenslanger Haft, davon 15 Jahre Sicherungsverwahrung, verurteilt und kann legal nach Ablauf des 15. Jahres seit Haftantritt, das heißt in meinem Fall seit Oktober 1999, entlassen werden.“ Nach Jahren der Sicherungsverwahrung eines militanten Revolutionärs, der zu lebenslanger Haft verurteilt wurde, wird die „Entlassung“ eher zu einer administrativen als einer gerichtlichen Maßnahme. So Georges in einem Interview im Gefangenen Info 373.
Seit 14 Jahren ist nun seine offizielle Haftzeit zu Ende, seitdem kämpft er unerbittlich für seine Entlassung, bisher hat er neun Anträge hierzu gestellt. Diese wurden jedoch durch verschiedene Instanzen Frankreichs angefochten, auch auf Grund des international wachsenden Drucks durch die USA und Israel. Sie äußerten “ernsthafte Bedenken, dass er auf das Schlachtfeld zurückkehren könnte.”
Am 4. April  dieses Jahres hat das höchste Gericht des französischen Staates endgültig beschlossen, den Antrag auf bedingte Entlassung abzulehnen. Es gibt keine juristischen Möglichkeiten  mehr.
Angeklagt wurde er ursprünglich wegen des Besitzes von gefälschten Papieren und Waffen. Warum er sich nach 29 Jahren immer noch in Haft befindet, wird damit begründet, dass er Gründer der Fractions Armées Révolutionaires Libanaises (FARL) sei und an der Planung von militanten Aktionen beteiligt gewesen sein soll – aber vor allem, wie die französischen Gerichte meinten,  dass „sein Wille und seine Ideologie immer noch nicht gebrochen“ seien!

Gründe für seine weitere Inhaftierung.
Georges Ibrahim Abdallah kämpfte an der Seite des palästinensischen und libanesischen Volkes! Er verkörpert die ungebrochene kommunistische  und internationalistische Kontinuität des Kampfes. Er ist heute eine Alternative zu den reaktionären islamistischen  Kräften. Für die  imperialistischen Mächte und ihre Vasallen ist Georges konsequente revolutionäre Haltung  eine Bedrohung, und deshalb lehnen sie seine Freilassung ab. Es geht nicht darum die Organisation in der Georges gekämpft hat, zu zerschlagen, weil sie nicht mehr existieren, sondern seine revolutionäre Identität zu brechen.

Georges ist ein aktuelles  Beispiel für zahlreiche revolutionäre Gefangene, wie Marco Camenisch aus der Schweiz und Andere, die zum Teil Jahrzehnte hinter Gittern verbringen, weil sie in ihren revolutionären Identitäten ungebrochen sind und sich weiterhin als Revolutionäre verhalten. Die Inhaftierung reiht sich dabei ein in die systematische Unterdrückung linker Befreiungsbewegungen weltweit.
In einem Dokument benannte der französische Geheimdienst den Grund, weshalb er um jeden Preis verhindern will, dass Georges freigelassen wird:
„Er ist eine Leitfigur des antizionistischen Kampfes und seine Freilassung wäre zweifellos ein großes Ereignis im Libanon. Er würde wahrscheinlich bei der Rückkehr in sein Land wie ein Held gefeiert, auch durch verschiedene Bewegungen, die den revolutionären Kampf führen.“
Da Georges - wie zahlreiche weitere revolutionäre Langzeitgefangenen - ungebrochen weiter kämpfen, müssen wir weiter für ihre Freilassung vehement eintreten.

Alle rechtlichen Möglichkeiten für Georges sind ausgeschöpft. Georges stellte richtig fest, seine Freiheit ist keine juristische, sondern eine politische Frage.
Die Rote Hilfe International rief  deshalb zusammen mit der Roten Hilfe Arab zu einem internationalen Aktionstag am 27. 2. 2013 auf, es gab Aktionen in verschiedenen Ländern z. B. in Frankreich, BRD, Italien, Griechenland, Schweden, Schweiz, Irland, Tunesien, Jordanien, und Libanon.   
Trotz dieser internationalen Solidarität konnte die Freilassung von Georges aus dem Knast nicht erreicht werden und deshalb findet  ein weiterer  Internationaler Aktionstag für Georges Ibrahim Abdallah am 5. und 6. Juli statt.
Thomas Meyer-Falk, Red Skin, der seit 17 Jahren eingesperrt ist und zusätzlich ab Juli Sicherungsverwahrung aufgebrummt bekommen hat, schreibt aus dem Zuchthaus Bruchsal im Juni zu Georges:
„Georges hat sich nicht korrumpieren, er hat sich nicht brechen lassen!
Er muss endlich frei gelassen werden.
Jetzt! “

Solidarisieren wir uns mit Georges Ibrahim Abdallah und den ungebrochenen, revolutionären Langzeitgefangenen und erkämpfen wir gemeinsam mit ihnen ihre Freiheit!
Freiheit für alle politischen Gefangenen!

Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen, Hamburg
Palästina Arbeitskreis Hamburg

http://www.freegeorges.tk/

V.i.S.d.P.
K. Busch, Lange Reihe 20, 20099 Hamburg

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