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Spendenaufruf: Solidarität mit den Angehörigen der 43 verschleppten Studierenden aus Ayotzinapa/Mexiko!

25.01.15

mexiko-proteste-2-540x304-300x168Am 26. September 2014 wurden 43 Studierende der pädagogischen Fachschule von Ayotzinapa im mexikanischen Bundesstaat Guerrero nach einer Protestaktion in der Stadt Iguala gemeinsam von Drogenkartellen und Polizei verschleppt. Es ist zu befürchten, dass sie ermordet wurden. Bisher konnte allerdings nur der Tod eines einzigen Studierenden sicher festgestellt werden.

Die Ereignisse in Ayotzinapa und die offensichtliche Zusammenarbeit von staatlichen Akteuren und organisiertem Verbrechen haben in Mexiko die größte Protestwelle seit Jahrzehnten ausgelöst: Seitdem protestieren überall in Mexiko Millionen von Menschen gegen die vielfältigen Verbindungen von Staat und Drogenkartellen sowie deren systematische Gewalt gegen die mexikanische Bevölkerung, die allein seit 2006 über 130.000 Tote, über 26.000 Verschleppte, zehntausende Verwundete und hunderttausende Vertriebene zu verantworten hat. Die Menschen fordern den Rücktritt der mexikanischen Regierung, ein grundlegend anderes politisches System und Gerechtigkeit für die Opfer. Viele belassen es mittlerweile nicht mehr bei Protest und beginnen mit der Besetzung von lokalen Regierungsgebäuden und dem Aufbau selbstverwalteter basis-demokratischer lokaler Verwaltungsstrukturen.

Das die Ereignisse von Ayotzinapa – anders als viele vorherige, ähnliche Ereignisse – eine solche Welle des Protestes und Widerstandes ausgelöst haben und es möglich erscheint, dass sich in Mexiko ein grundlegender Wandel von Unten vollziehen könnte, ist vor allem den Eltern, Angehörigen und Mitstudierenden der 43 verschleppten Studierenden zu verdanken: Ihr mutiger und beharrlicher Protest hat dafür gesorgt, dass der Fall breit thematisiert wurde und sich immer mehr soziale Bewegungen und Menschen aus ganz Mexiko anschlossen. Dafür riskieren die meist indigene, mittellose Kleinbäuer_innen aus ländlichen Gemeinden ihr Leben und ihre Gesundheit. Außerdem haben sie seit Monaten ihren Alltag und damit auch ihre Felder, ihre Arbeit sprich die Existenzgrundlage ihrer Familien aufgegeben müssen. Sie sind daher für ihre Reisen zu Mobilisierungen und Vernetzungen in ganz Mexiko, für die sonstigen Ausgaben der Mobilisierung sowie für die Versorgung ihrer Familien auf solidarische Unterstützung angewiesen.

Wir rufen euch daher dazu auf, die Familien der Angehörigen der 43 verschwundenen Studierenden von Ayotzinapa finanziell zu unterstützen.

Bitte spendet daher bis zum 28.2.2015 auf folgendes Konto:

Stichwort/Verwendungszweck: „Ayotzinapa“
Informationsbüro Nicaragua
IBAN: DE83 3305 0000 0000 9171 79
BIC: W

UPSDE33
Stadtsparkasse Wuppertal
Anschließend wird das Geld den Angehörigen übergeben.
Vielen Dank und solidarische Grüße,

iAlerta! – Lateinamerika Gruppe Düsseldorf
Informationsbüro Nicaragua e.V., Wuppertal
Gruppe B.A.S.T.A., Münster
Nicaragua-Verein Düsseldorf e.V.
Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit e.V., München
Ya-Basta-Netz, Deutschland

Aktuelle Infos und Hintergrund-Analysen zu den Ereignissen von Ayotzinapa und den Protesten in Mexiko:
- Nachrichtenportal Chiapas98 (bei „Suche“ z.B. „Iguala“ oder „Ayotzinapa“ eingeben)
- Dossier des Nachrichtenportals amerika21
- Blog des Mexiko-Redakteurs der taz Wolf-Dieter Vogel

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