political-prisoners.net

  • Full Screen
  • Wide Screen
  • Narrow Screen
  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size

Beitrag ausdrucken

[BERLIN] HAUS FÜR FLÜCHTLINGE BESETZT – PRESSEMITTEILUNG

10.09.15

berlin10. SEPTEMBER 2015 SOCIALCENTER4ALL
+++ Initiative besetzt die Englische Str. 20 um eine Notunterkunft für Flüchtlinge zu schaffen +++ Verhandlungen mit dem Besitzer laufen an +++ 11 Uhr Pressekonferenz+++english version below+++

Header Viele Wochen haben wir mit angesehen, wie dieser Staat die vor Krieg, Not und Armut fliehenden Menschen drangsaliert. Vor der Erstaufnahmestelle in Berlin herrscht völlige Unterversorgung, oft werden Menschen abends in die Obdachlosigkeit entlassen. Massenunterkünfte, in denen Menschen ohne jede Abwechslung und Betreuung eingepfercht werden oder gar das Schlafen in Parks und unter Brücken sind bittere Realität geworden.

Wir haben deshalb ein leerstehendes Gebäude, das früher der Technischen Universität gehörte und heute im Eigentum eines Privatinvestors ist, besetzt. Hier soll eine selbstverwaltete Notübernachtung für Flüchtlinge geschaffen werden, sowie der Raum, um ein solches Projekt auch verantwortungsvoll zu organisieren. Wir rufen alle solidarischen Einzelpersonen und Initiativen auf, sich in das Projekt einzubringen.

Wer die Medienberichte der vergangenen Tage und Wochen verfolgt hat, wird uns schwer absprechen können, hier etwas zu tun, was unmittelbar notwendig ist: Flüchtlinge schlafen in Parks, bekommen für tausende Euro monatlich Hostelgutscheine. Diese werden aber von Hostels nicht akzeptiert werden, da die Stadt sie erst nach Monaten bezahlt. Während dessen werden die Flüchtlinge in Lager geschickt, die soweit von der Erstaufnahmestelle entfernt sind, dass sie nicht in der Lage sind, rechtzeitig morgens da zu sein und sollen neuerdings in Zeltdörfern in Kasernen untergebracht werden. Da können wir besseres bieten. Hat uns der Staat nicht aufgefordert, Eigeninitiative in der “ Willkommenskultur” zu zeigen: Bitteschön, hier ist unsere Eigeninitiative. Nun ist es an Behörden und Eigentümern, sich einer vernünftigen, friedlichen Verhandlungslösung nicht in den Weg zu stellen.

Wir fordern vom Eigentümer einen Zwischennutzungsvertrag bis zum Abriss der Häuser, den Senat und Bezirk fordern wir auf uns in den Verhandlungen zu unterstützen!

Wir fordern den Bezirk und den Senat auf, eigene Gebäude aufzulisten und diese den ehrenamtlichen Initiative, welche seit Wochen die Notversorgung der Geflüchteten gewährleistet, zur Nutzung zur Verfügung zu stellen.

Sollten die Verhandlungen mit dem Eigentümer scheitern, fordern wir den Senat auf, das Haus zu enteignen und es der selbstverwalteten Notübernachtung zur Verfügung zu stellen!

“In Erwägung, dass da Häuser stehen, während ihr uns ohne Bleibe lasst, haben wir beschlossen, jetzt dort einzuziehen, weil es uns in unsren Löchern nicht mehr passt.” (B. Brecht)
Das Projekt steht und fällt mit eurer Unterstützung. Wir rufen daher auf, zu dem Haus in der Wegelystraße Ecke Englische Straße (Nähe S-Bahnhof Tiergarten) zu kommen.

Ab jetzt Dauerkundgebung vorm Gebäude
11 Uhr laden wir alle MedienvertreterInnen zur Pressekonferenz, vorm Gebäude, ein
16:30 Uhr erstes HelferInnentreffen

Pressehandy: 015216979490

twitter.com/socialcentr4all

You are here: