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Der Terror gegen die Agrarrevolution in Brasilien

19.02.16

brasilienthumbnailIn einer kürzlich veröffentlichten Erklärung der Liga der armen Bauern (LCP) vom 4. Februar schildert die brasilianische Bauernorganisation den Terror, dem die Bauernbewegung ausgesetzt ist. Allein in der Region Jaru gab es in den vergangenen Wochen mehrere Angriffe auf Bauernaktivisten und Bauernführer. Am 27. Januar stürmten 15 Bewaffnete eine Bauernsiedlung, schlugen und bedrohten einen Bauern und zerstörten und beschädigten mehrere Fahrzeuge.

Die am 28. Januar von ihrem erkämpften Land geräumten Bauern kehrten am 31. Januar mit fünf Leuten zu den geräumten Farmen zurück, um nach verbliebenen Habseligkeiten zu suchen. Daraufhin wurden sie von schwer bewaffneten Männern angegriffen, die Bauern konnten sich zunächst in den Wald retten und versuchten zu ihren Autos zu gelangen, dort wurden sie erneut von noch mehr Bewaffneten angegriffen. Drei der Fünf konnten sich in ein Dorf retten, doch zwei von ihnen sind seitdem vermisst. Anwohner berichteten auch, dass einige Mitglieder der bewaffneten Banden der Großgrundbesitzer sich nach den Bauern erkundigten, sie brauchten wohl keine Zeugen. Am 1. Februar fand die Polizei einen verkohlten Körper in einem ausgebrannten Auto.

Neben den Angriffen beschreibt die LCP auch, dass diese nicht nur von den bewaffneten Banden der Großgrundbesitzer geführt werden, sondern auch von Mitgliedern der Militärpolizei. So wurden bei Razzien gegen diese Banden, bei denen unter anderem auch Maschinenpistolen (siehe Bild) gefunden wurden, auch schon Offiziere der Militärpolizei „festgenommen“, denen später laut den Berichten der Polizei durch mysteriöse Umstände, sie sollen angeblich Beamte überwältigt haben, die „Flucht“ gelang. Auch wird in der Erklärung der LCP beschrieben, wie die reaktionäre Presse die Angriffe durch Banden der Großgrundbesitzer und Militärpolizei deckt, in dem sie falsche Informationen verbreitet und behauptet die Angriffe auf die LCP stammten von einer „rivalisierenden Gruppe“. Dabei sind ihre Berichte voll von Widersprüchen.

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So endet die LCP mit der Schlussfolgerung, dass die Attacken der Presse nicht nur schlechter Journalismus sind, sondern eben Teil eines größeren Plans der Großgrundbesitzer und des alten Staates, um die Führer und Aktivisten des nilitanten Kampfesd um Land und insbesondere die LCP zu kriminalisieren, dämonisieren und zu zerstören, geführt von Oberst Ênedy. Die LCP endet mit den Worten: „Es ist dringend eine große und aktive Verteidigung der Kampagne der Bauern, ihrer militanten Anführer und des heiligen Kampfes um das Land zu erheben.“

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