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Antifaschist aus Magdeburg vom türkischem Staat ermordet!

12.12.16

kobane1Am 24. November 2016 wurden die beiden YPG Freiwilligen, der deutsche Anton L. (Zana Ciwan) und der amerikanische Michael I. (Robîn Agirî), vom türkischen Staat ermordet. Aus einem Facebook-Post eines weiteren internationalen Freiwilligen der Gruppe ist zu entnehmen, dass sie von türkischen Jet's bombadiert wurden, als sie gerade ein Dorf an der Front westlich von Manbij (Manbidsch) befreiten. Mit ihnen sind noch 20 Freunde der YPG/YPJ dieser faschistischen Attacke zum Opfer gefallen. Ich hatte die große Ehre diese beiden Kämpfer wenige Monate vor ihrer Ermordung kennenzulernen und möchte Ihnen daher einige Zeilen widmen, damit die Öffentlichkeit dieses Opfer der beiden nicht vergisst. Ich rufe hiermit zur Solidarität der deutschen Szene auf.

Tut etwas, damit dieser Mord nicht unbeantwortet bleibt! Kein Gefallener im Kampf gegen den Faschismus ist umsonst gestorben! Es lebe die Revolution in Rojava!

Der junge deutsche Antifaschist Anton hat sich Anfang August der YPG angeschlossen um die Freunde im Kampf gegen Daesh (IS), und die Revolution in Rojava, zu unterstützen. Ich habe circa einen Monat mit ihm zusammen verbracht und stand auch danach noch weiter mit ihm in Kontakt. In dieser Zeit habe ich auch den Anarchisten Michael kennengelernt. Beide waren ehrliche, großartige Menschen. Revolutionäre in den Länder aus denen sie stammen und Revolutionäre Rojava's. Mit Anton habe ich längere Zeit auf engstem Raum verbracht, Anstrengungen überwunden und viele Gespräche gehabt. Er ist in Bielefeld geboren, lebte aber in Magdeburg mit seiner Familie. Dieser möchte ich an dieser Stelle mein tiefstes Beileid aussprechen. Sie haben einen wertvollen Menschen verloren, wir alle haben das.

Es sind die kleinen Dinge, an denen wir die guten Charaktere, der revolutionären Freunde, erkennen. Anton und Michael waren immer zur Stelle, wenn es etwas zu erledigen gab. Sie haben sich nicht vor den alltäglichen Arbeiten in der Revolution gescheut und auch nicht vor dem Kampf um diese zu verteidigen. Sie waren hilfsbereite und gute Menschen. Sie haben andere nicht im Stich gelassen und waren besorgt um das Wohlergehen der Menschen um sie herum. Beide waren sehr daran interessiert Sprachen, Kulturen und Strukturen der Region kennenzulernen und zu verstehen. Ihren Einsatz für das entstehen einer neuen, alternativen Gesellschaftsform im Mittleren Osten, zeigt eine konsequente und praktische Haltung, wie sie nur wenige zu leisten vermögen.

Im Kanton Kobanî waren die beiden mehrere Wochen erfolgreich unterwegs um Gebiete und Dörfer zu beschützen, die wiederholt von Daesh angegriffen wurden. Der letzte Kontakt mit den Freunden hatte ich etwa eine Woche vor ihrer Ermordung. Sie waren guter Dinge und Anton schrieb mir noch das seine Zeit kommen werde, um einen wertvollen Beitrag für diese Revolution zu leisten. Später musste ich dann erfahren, dass der türkische Staat durch diesen feigen Luftschlag ihrem Kampf ein viel zu frühes Ende bereitet hat.


Kampf dem Faschismus!
Es lebe die Revolution in Rojava!

In Gedenken an Shehid Zana und Shehid Robîn.
Keiner wird jemals vergessen!
Bijî, bijî YPG/YPJ.


Quellen:

http://anfenglish.com/kurdistan/mmc-two-international-fighters-martyred-...

Übersetzung des Facebook Posts:
"Als wir gerade dabei waren ein kleines Dorf in der Nacht einzunehmen wurden wir von türkischen Jet's getroffen. Zwei meiner Freunde, Anton und Michael und viele andere wurden dabei getötet. Ich werde bleiben um meine 6 Monate zu beenden. Fuck Erdogan and Fuck Turkey"
(s. Facebook "Ryan Lock 549")

Verfasst von: kurdistanê azadî.

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