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2 Hungerstreiks in der Türkei

09.05.17

Hungerstreik der Lehrer*innen Nuriye Gülmen und hs turkey hat kritischen Punkt erreicht Sie kämpfen für ihre Arbeit und Würde gegen die Massenentlassungen fortschrittlicher Beamt*innen mittels Notstandsgesetzen

Seit dem Putschversuch im Zuge des internen Machtkampfes in der Türkei ließ die AKPRegierung Tausende demokratische öffentlich Bedienstete entlassen. Eine von ihnen ist die Lehrerin Nuriye Gülmen. Sie befindet seit 9. November 2016 aus Protest gegen ihre Entlassung durch Notstandsgesetze im Widerstand.

Ihr Protest ist daher stellvertretend für die Rechte aller anderen entlassenen Beamt*innen und gleichzeitig kämpft sie für die Aufhebung des Ausnahmezustands. Ihr Sitzprotest hat heute bereits den 183. Tag erreicht. Da die AKP Regierung bisher nicht auf ihre Forderungen einging, traten Nuriye Gülmen und der ebenfalls entlassene Lehrer Semih Özakca am 9. März 2017 in einen unbefristeten Hungerstreik. Ihr Streik hat zwar bereits eine größere Medienöffentlichkeit gewonnen, doch die Regierung stellt sich weiterhin auf beiden Ohren taub. Nuriye und Semih's Gesundheit ist mittlerweile seriös gefährdet. Ihr Zustand hat sich massiv verschlelchtert. Ihre Forderungen müssen sofort erfüllt werden, denn ihr Leben ist in höchster Gefahr! Unsere Stimme für das Leben von Nuriye Gülmen und Semih Özakca! Unsere Stimme für das Leben von Nuriye Gülmen und Semih Özakca!
ANKARA -Yüksel Straße ANKARA -Yüksel Straße
63 Tage im unbefristeten Hungerstreik 63 Tage im unbefristeten Hungerstreik

HUNGERSTREIK FÜR GERECHTIGKEIT IN DERSIM
Der 70-jährige Kemal Gün, kämpft auf dem Seyit Riza Platz in der kurdischen Stadt Dersim für die Aushändigung des Leichnams seines Sohnes Murat Gün. Seit November 2016 sind die Leichname von 10 Revolutionären verschollen, die bei einem Angriff des türkischen Militars mit chemischen Bomben getötet wurden. Bisher wurden lediglich zwei Leichname ihren Familien übergeben. Über den Verbleib der anderen getöteten Personen gibt es weiterhin keine Auskunft. Kemal Gün befindet sich seit 76 Tagen für das Recht auf eine angemessene Beerdigung seines Sohnes im unbefristeten Hungerstreik. Zuvor hatte bereits Hüsnü Yildiz mit einem TodesfastenProtest in Dersim den Leichnam seines viele Jahre zuvor getöteten und in einem Massengrab verscharrten Bruders Ali Yildiz durchsetzen können.
Die Forderung von Kemal Gün muss sofort erfüllt werden. Jedem Menschen steht das Recht zu, seine Angehörigen zu beerdigen!

kemal günUnterstützt Kemal Gün mit Eurer Petition:

AN DAS JUSTIZMINISTERIUM DER TÜRKEI- ANKARA Fax: 0090 312 419 33 70 E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Bei der Bombardierung eines Unterschlupfs im Cad-Tal bei Dersim Hozat wurden am 7. November 2016 mehrere Menschen getötet. Doch bislang wurden, mit Ausnahme von zwei Personen, die Leichname ihren Angehörigen nicht übergeben. Kemal Gün, der Vater des angeblich ebenfalls getöteten Murat Gün, befindet sich seit dem 24. Februar vor dem Monument auf dem Seyd Riza Platz in Dersim im Hungerstreik. Jeder verstorbene Mensch verdient seine letzte Ruhe und eine Grabstätte.

Die Getöteten müssen umgehend ihren Familienangehörigen übergeben werden, da es niemandem zusteht, Angehörigen das Recht auf eine Grabstätte vorzuenthalten. Daher fordern wir, dass die gerichtsmedizinischen Untersuchungen umgehend abgeschlossen und die Leichname ihren Familien übergeben werden. Die türkische Regierung ist aufgefordert Kemal Güns Forderung zu erfüllen, um kein weiteres Menschenleben auf dem Gewissen zu haben.

VOR- UND ZUNAME BERUF UNTERSCHRIFT

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