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Informationen zu der Journalistin Patricia Schlosser

14.07.17

schweigenDie 30 Jahre alte Journalistin Patricia Schlosser arbeitet für den BR und den NDR. Früher war sie auch mal für den „Focus“ tätig.
Sie plante eine "Radio-Serie in mehreren Teilen, jeweils ca. 30 Minuten lang, zum Thema RAF für die ARD und den Hörbuchverlag Audible". (gehört zu Amazon)
Seit vielen Monaten versucht sie sich jenseits von "Experten" und ausgelutschten Figuren bundesweit an Kontakten zu Menschen, die noch unverbraucht sind und sich nicht von der Geschichte distanzieren. Auffällig ist ihr Vorgehen, bei den einen gibt sie vor, eine junge, vollkommen unerfahrene Journalistin zu sein, bei anderen dagegen redet sie offener von ihrem Projekt und auch von Sendungen, z.B. in Panorama, an denen sie bereits mitgewirkt hat. Interessant auch, mit welcher Zielgenauigkeit die jeweiligen Menschen angeschrieben werden, was darauf hindeutet, daß sie ein Rechercheteam um sich haben muß.

„Ich recherchiere zum Thema Anquatschversuche des Staates gegenüber (tatsächliche und angebliche) RAF-Sympathisanten und ehemalige RAF-Mitgliedern. Mich interessiert wie sehr der Verfassungsschutz da tatsächlich heute noch hinterher ist und wie Betroffene damit umgehen können. ..“

Einer von uns hat mit Schlosser geredet, was wir heute als Fehler betrachten. Unsere Erfahrung mit ihr zeigt, dass ihre Fragen sehr zielgerichtet waren. Sie teilte uns mit, sie wolle erst mal viel Material sammeln und es irgendwann verarbeiten, da für sie vieles angeblich noch nicht klar war.
Sie gab an, dass sie auch auch Gefangene besuchen möchte, ebenso Demos und Veranstaltungen. Zuerst fanden wir es gut, wenn sie Weggesperrte besucht, die heute wegen §129b isoliert sind. Doch jetzt denken wir, sie wollte sich auf diese Weise bei uns nur beliebt machen, um uns so besser an uns ran zu kommen.
Was uns auffiel, waren ihre sehr persönlichen Fragen, die uns stutzig machten und verwunderten. Heute meinen wir, es waren ausforschende Fragen:„Hast du mitgekriegt und wie hat X dir mitgeteilt, dass er in den Untergrund geht?“
Diese Frage kam erst am Ende des Gesprächs, nach zirka einer Stunde. Wir denken, sie wollte uns schnell noch was entlocken...
Schon bei der Fahndung nach Burkhard Garweg, Daniela Klette und Ernst-Volker Staub ist klar geworden, das ein Grund der Beharrlichkeit seitens der Herrschenden die viele ungeklärten Aktionen von 1989 – 1993 der RAF sind, mit denen die Drei in Verbindung gebracht werden.
Die Frage von Schlosser zielte auch in die Richtung, wie weit wir mit den Dreien vor dem Abtauchen verbunden waren und eventuell bis heute verbunden sind.
Ein weiterer Grund ist es für die Apparate herauszufinden, wieso es immer noch Solidarität für die Drei gibt.
Kraushaar, der eng mit den Diensten kooperiert und gut von seiner publizistischen Widerstandsbekämpfung lebt, stellte in einem Jungle World - Interview vom 30.3. 17 fest: „Das Frohlocken darüber, dass sie (die Drei) immer noch nicht gefasst sind und dem verhassten Staat insgesamt wieder einmal ein Schnippchen geschlagen haben, verrät, wie groß zumindest die gefühlte Nähe zur RAF noch immer sein muss".
Schlosser gibt vor, sich für Geschichte der RAF zu interessieren, praktisch hört sie aber solidarische Menschen aus.
Nach einer Teilnahme einer Veranstaltung in Hamburg zum Aufbruch des 2.Juni 1967 fiel ihr als erstes ein, woher kommen die Teilnehmer_innen bzw. was sind das für Leute ?

Schlosser hat kürzlich über https://linksunten.indymedia.org/de/node/216935
angekündigt, dass sie mit ihrem Projekt erst einmal aufhört.
Sie gibt sich als politisch unbedarft, da sie erst so spät geboren ist, und bietet als Köder bei Mitarbeit auch eine Lancierung von linken Inhalten in bürgerlichen Medien an. Kritisiert schon bald provokativ Veranstaltungen von uns zum 2.Juni 1967 als zu „halbherzig“.
Kurzum, sie versucht weiterhin Kontakt zu knüpfen, um politische Zusammenhänge besser durch leuchten zu können.

Konsequenzen
Der Kontakt zu ihr wurde von uns abgebrochen. Wir würden es begrüßen, wenn alle, die mir ihr geredet haben, die Interviews rückgängig machen und somit ebenso die Zusammenarbeit mit ihr beenden würden.
Wir machen die Chose offen, damit alle daraus lernen können.
Denn es gab schon immer nicht nur offene , sondern auch die versteckte Repression durch Infiltration, Ausforschung und Zersetzung von linken Strukturen.
Netzwerk Freiheit für alle politische Gefangenen, Hamburg

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