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Der Kommunist Helio Silva, tapferer Sohn des brasilianischen Volkes, ist tot.

03.08.17

brasilien.helioAm 23. Juli verlor das brasilianische Proletariat einen wertvollen Sohn, den Genossen Helio Silva. Die Redaktion des AND erhielt die traurige Botschaft am Dienstag, den 25. Juli. Helio wurde in seiner Wohnung im Viertel Padre Miguel im Westen Rio de Janeiros erstochen. Seine Leiche wurde von Angehörigen aufgefunden, die den Raub von persönlichen Gegenständen bemerkten.

Helio wurde am 8. September 1942 in Quintino im Norden Rios als Sohn eines Eisenbahners und einer Hausangestellten geboren. Im Alter von 4 Jahren zog er mit seiner Mutter und fünf Brüdern in eine Favela in Padre Miguel. Er hatte eine sehr arme Kindheit und verlor zwei Schwestern die an Tuberkulose erkrankten. Im Alter von 9 Jahren arbeitete er als Schuhputzer und Straßenmusiker in Zügen um die Familie zu unterstützen. Nach dem er 18 wurde arbeitete er als Gelegenheitsarbeiter.

1966 bekam er den Job eines Assistenten für Elektrik bei der Estrada de Ferro Central do Brasil (Zentrale Eisenbahngesellschaft Brasiliens) wo er durch das Leben mit den Arbeitern und das kennenlernen des Elends seiner Genossen eine politisiertere Ansicht der Gesellschaft bekam. Zu Beginn des Militärputsches 1964 und als er sah, dass eine Organisation notwendig ist, die den Volksaufstand nicht nur dazu führt die Regierung zu stürzen sondern das System der Ausbeutung zu überwinden, trat er der Vanguarda Armada revolucionária – Palmares (revolutionäre bewaffnete Avantgarde - VAR-Palmares) bei und begann Propaganda und Aktionen gegen die faschistische pro-Yankee Militärregierung durchzuführen. Er nahm an mehreren bewaffneten Aktionen teil, wie einer in der Unterstützung der Irish Republican Army (IRA), bei der ein englischer Matrose in Rio de Janeiro getötet wurde.

Er wurde am 29. Oktober 1972 festgenommen. Von mehren Polizisten umringt und unter einer Kapuze wurde er ins Hauptquartier der Militärpolizei in Tijuca gebracht, wo er acht Tage kein Essen bekam und verschiedene Formen der Folter erfuhr. In all den Jahren der Gefangenschaft stand Helio aufrecht gegenüber seinen Folterern und verließ sie siegreich, da er keine seiner Genossen verriet und seine revolutionäre Moral hoch hielt. Er nahm am historischen Hungerstreik von mehr als 30 Tagen im Gefängnis Frei Caneca teil.

Nachdem er das Gefängnis verließ, und über die Jahre, führte er andere Arbeiten aus, zum Beispiel als Kraftfahrer. Bis zum Ende seines Lebens führte er weiter den revolutionären Kampf, unterstützte den Kampf der armen Bauern zur Zerschlagung des Großgrundbesitzertums und für eine demokratische, agrar- und antiimperialistische Revolution in Brasilien. Er beteiligte sich aktiv am Brasilianischen Zentrum der Solidarität der Völker (Cebraspo) und kämpfte zusammen mit jugendlichen Kombattanten in den Tagen des Juni 2013. Er war ein Enthusiast der demokratischen Presse des Volkes und ein großer Unterstützer der Zeitung A Nova Democracia.

Seine Beerdigung wurde am 27. Juli auf dem Friedhof Realengo abgehalten. Dutzende revolutionäre Jugendliche, alte Genossen, Freunde und Familie waren anwesend und zollten ihren Respekt, gekrönt von der Roten Fahne mit dem Hammer und der Sichel, die seinen Sarg bedeckte. In der Nächsten Ausgabe der Zeitung werden wir eine vollständigere Geschichte über den tapferen Genossen Helio Silva bringen. Wir überbringen allen Familienmitgliedern und Genossen, sowie unseren Lesern, unser tiefstes Beileid.

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