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20 Todesfälle in sächsischen Justizvollzugsanstalten – davon 14 Suizide

08.09.17

GGBODie Gefangenen-Gewerkschaft (GG/BO) ließ über die Landtagsabgeordnete Juliane Nagel (Die Linke) eine kleine Anfrage zu Todesfällen in sächsischen Justizvollzugsanstalten stellen. Die Ursachen wurden mit vierzehn Suiziden, vier Krankheitsfällen, einer Betäubungsmittelüberdosis und einer Nachwirkung aufgrund einer Auseinandersetzung mit einem Mitgefangenen angegeben.


„Dass der Staat die Verantwortung über das Leben von Menschen auf sich nimmt ist uns, grade bei Kurz- und Ersatzfreiheitsstrafen, unverständlich. Diese gehören ersatzlos gestrichen und Alternativangebote wie Sozialarbeit ersetzt. Unverantwortlich sind die gänzlich fehlenden Angebote zur Resozialisierung. Bei z. B. Lockerungen vor der Haftentlassung sehen wir ebenso schwere Mängel, wie bei der medizinischen Versorgung von Gefangenen. Prominentes Beispiel ist der vor einem Jahr in der JVA Dresden verletzte Ayhan Isik, der bis heute keine fachgerechte Behandlung seiner Verletzung erfahren hat.“ so Marco Bras dos Santos von der GG/BO. Bezüglich der Lockerungen vor Haftentlassung wurde zwischenzeitlich ebenfalls eine kleine Anfrage eingereicht.

Leipzig, 07. September 2017

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