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40 JAHRE DEUTSCHER HERBST ZWISCHEN KONTINUITÄT UND ZÄSUR

07.12.17

raf.angehöigeMittwoch, 13.12., 19:00 Uhr
Meuterei, Zollschuppenstr. 1


Die Gefangenen der RAF wurden vor ihren /Selbst/Morden isoliert und
gefoltert, sie kämpften unter anderem mit jahrelangen Hungerstreiks
dagegen und ihr Antagonismus zum Staat und seinen Behörden verlor bis
zum Ende nicht an Vehemenz.

 

Die Bundesrepublik, in der nach wie vor viele Ämter durch Nazis
bekleidet waren, nutzte ihren Kampf gegen den "Terrorismus" für die
systematische Aushebelung rechtsstaatlicher Normen: Verhandlungen wurden
in Abwesenheit der Angeklagten durchgeführt, den Gefangenen wurde der
Kontakt zu ihren Anwält*innen per Gesetz untersagt und mit dem § 129a
StGB wurden eigens ein Straftatbestand geschaffen, welcher eine
Strafbarkeit im Vorfeld irgendeiner Handlung eröffnet und somit eine
konkrete Unrechtshandlung einer*s einzelnen dahinstehen lässt.

40 Jahre später fragen wir uns, welches Gewicht der deutsche Herbst 1977
und seine Vorgeschichte für die heutige (radikale) Linke noch besitzen.
Wir wollen herausfinden, welche Gültigkeit die Aussagen der Gefangenen
der RAF für uns heute noch haben und wie wir als (radikale) Linke mit
dem heute noch andauernden Kampf der Bundesrepublik gegen den
"Terrorismus" umgehen können.

Eine Veranstatung der Roten Hilfe Leipzig mit einem Referenten des Netzwerks Freiheit für alle politischen Gefangenen Hamburg

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