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Anwält*innen von Nuriye und Semih sind ebenfalls Folter ausgesetzt

17.12.17

Anwältnuriye-ve-semihin-tutuklu-avukatlarina-cezaevinde-iskenceye und Semih sind ebenfalls Folter und willkürlichen Praktiken im Gefängnis ausgesetzt. Das berichteten Angehörige von Ra. Engin Gökoglu und Ra. Aysegül Çağatay der Tageszeitung Cumhuriyet. Demnach wurde dem Anwalt Engin Gökoglu im Tekirdag T Typ-Gefängnis zum zweiten Mal derselbe Arm gebrochen, wie bereits während Ausübung seiner Anwaltstätigkeit. Der gebrochene Arm wurde nicht behandelt, sondern nur einbandagiert. Gökoglu und seine Mitgefangenen erhalten zudem kaum Kleidung und sind nicht mit Kleidung für den Winter eingedeckt. Kleidungsstücke werden willkürlich auf wenige Farben reduziert. Pakete mit Kleidungsstücke einfach nicht ausgehändigt. Von Misshandlungen sind auch die Mitgefangenen von Gökoglu betroffen. Mehrere Gefangene haben Verletzungen und Hämatome, teilte der Anwalt seinem Vater mit.


Nicht viel anders ergeht es der jungen Anwältin Aysegül Çağatay im Düzce T Typ-Gefängnis, die ihrer Mutter sagte, dass man sie zwingen will beim Zählappell wie beim Militär stramm zu stehen und laut zu sagen "Aysegül Çağatay". Die Verweigerung dieser entwürdigenden Maßnahme bringt sie im ihr zweiwöchentliches Telefonat, das woanders übrigens einmal pro Woche zugelassen wird. Bei der Annahme von Kleidungsstücken hat sie ebenfalls Probleme. Es wird eine derartige Zensur von Farben vorgenommen, ihre Mutter hat deshalb die meisten Kleidungsstücke in rosa Farben schicken müssen.
Wie bereits berichtet, ist bereits gegen Anwaltskollegin Barkin Timtik ein Besuchsverbot über 35 Jahre verhängt worden, weil sie den Zählappell nicht befolgte.
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