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So jung und so voller Hass

02.01.18

ausageverweigerungVor G20 gab es genug Gründe zum kämpfen - nach G20 noch mehr.

Die Hexenjagd, die Veröffentlichung von G20-Fahndungsfotos, und die darauf folgende Reaktion der Presse hat erneut bewiesen, wie reaktionär und frauenfeindlich das herrschende System ist. Wenn die Herrschenden kraft ihrer Gewalt mit zehntausenden hochgerüsteten Bullen diesen Staat verteidigen, verteidigen sie auch das Patriarchat, denn sowohl der Kapitalismus, als auch das Patriarchat fußen auf der Existenz des Privateigentums.

Einige Frauen haben in den Kämpfen gegen die G20 erkannt, dass es notwendig ist, sich gegen diesen Staat zu erheben und in den vordersten Reihen mitzukämpfen. Die Frau, um die es im folgenden Text geht, soll genauso wie ihre männlichen Genossen in erster Reihe mitgekämpft haben. Sie soll genauso wie ihre männlichen Genossen diesen Staat in Form seiner Bullen und seine Ordnung angegriffen haben. Gegen sie wird wie gegen ihre männlichen Genossen im „Tatkomplex Stein- und Flaschenwürfe“ ermittelt.

Ein Tag nachdem die Fahndungsfotos der Polizei Hamburg online gegangen sind, erscheint ihr Bild auf dem Titelblatt der BILD Zeitung: „Polizei sucht diese Krawall-Barbie“.

Hieran wurde deutlich:
Die kämpfende junge Frau wird nicht als das, was sie ist – eine Rebellin – wahrgenommen, sondern verniedlicht, verharmlost, herabgesetzt und abgewertet. Im Gegensatz zu männlichen Genossen wird sie nicht ernst genommen. Sie wird – aus denunzierender Sicht der bürgerlichen Klassenjustiz – dargestellt, nicht als „Straftäterin“ oder „Verbrecherin“, sondern als süße kleine „Krawall-Barbie“. Sie wird nicht als ernstzunehmendes politisches Subjekt, eine starke Frau mit einer starken politischen Überzeugung, eine Rebellin, die kämpft, dargestellt.

Die Reaktion der BILD Zeitung ist nichts ungewöhnliches in unserer patriarchalen Gesellschaft.
Die Pseudo-Theorie der „minderwertigen weiblichen Natur“, die auch die Redakteure der BILD Zeitung vertreten, versteht Frauen als passive, apolitische Wesen und versucht deshalb das ins Augenspringende zu verschleiern: dass Frauen aktiv für ihre Befreiung kämpfen.

Frauen sind in dieser patriarchalen Gesellschaft doppelt unterdrückt, durch Imperialismus und Patriarchat. An der Reaktion der BILD Zeitung wird besonders die patriarchale Unterdrückung deutlich: Frauen sehen sich besonderen Widerwärtigkeiten der medialen Hetzjagd als Mittel der Repression ausgesetzt, nur weil sie Frauen sind.

DIE REBELLION IST GERECHTFERTIGT!
FRAUEN KÄMPFT UND WEHRT EUCH!

http://www.demvolkedienen.org/index.php/de/t-proletarischer-feminismus/1981-so-jung-und-so-voller-hass

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