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Ein Schlag gegen die organisierte Kriminalität?

02.04.18

Ein Haufen_LumpenAm 13.03. durchsuchten Polizisten und Sondereinsatzkräfte die Räumlichkeiten des Rockerclubs "Osmanen Germania BC". Dabei wurden insgesamt 41 Räume und Wohnungen in drei Bundesländern durchsucht da der "dringende Verdacht [bestehe], dass Zweck und Tätigkeit des Vereins 'Osmanen Germania BC' den Strafgesetzen zuwiderlaufen". Innenminister Thomas de Maizière führt weiter aus "Mit der Maßnahme zeigen wir einmal mehr, dass unser Rechtsstaat entschieden und konsequent gegen jedwede Form der Kriminalität vorgeht".

Auf den ersten Blick wirkt es so als würde der Staat hier ernsthaft versuchen einen Schlag gegen die organisierte Kriminalität zu landen. Nüchtern betrachtet stellt man fest, es geht um nicht mehr als den Eindruck zu erwecken man würde die Lumpenbande nicht einfach so machen lassen. Um die Durchsetzung eines Vereinsverbots oder dergleichen geht es nicht. Das heißt dem Treiben dieser Lumpenbande, welches in Drogenhandel, Menschenhandel und Zwangsprostitution besteht soll kein Riegel vorgeschoben werden. Der deutsche Staat befindet sich hier in einem Widerspruch, auf der einen Seite will er dass die Massen sich mit Drogen betäuben und das Prostitution stattfindet, beides sind Stützen für das weiterbestehen dieser Gesellschaft. Auf der anderen Seite begrenzt er Drogenkonsum auf ein Maß, dass es die Arbeitsfähigkeit des Proletariats nicht ruiniert und greift von Zeit zu Zeit gegen die offensichtlichsten Fälle von Zwangsprostitution durch.

Man stelle sich zum Vergleich ein mal vor eine revolutionäre Organisation wäre in der gleichen Lage. Diese Organisation würde Uniformen tragen (Denn nichts anderes sind Kutten). Von dieser Organisation stünden acht Mitglieder wegen versuchten Mordes und versuchten Totschlags vor Gericht. Und diese Organisation würden sich so offen als Struktur zu erkennen geben, offizielle Vereinsräume nutzen etc.. Sie wäre schon lange als terroristische Vereinigung verboten und würde mit allen Mitteln vom deutschen Staat verfolgt werden. Man kann sich hierzu sehr gut den Ermittlungsaufwand gegen die "Revolutionären Aktionszellen" oder die "Militante Gruppe" anschauen, welche ausschließlich Sachschäden verursacht haben. Das bestätigt noch ein mal das der deutsche Staat die organisierte Kriminalität in einem gewissen Rahmen toleriert und braucht. Zudem ist sogar der bürgerlichen Presse klar, dass der "Kampf gegen die Rocker" nur eine Farce ist und die Bullen zum Teil selbst mit dem Milieu verbundensind().

Auch der türkische Staat ist mit den Osamen verbandelt und nutzt sie um Propaganda für Erdogan zu machen und türkische und kurdische Linkeeinzuschüchtern. So werden die Lumpen, wie Überall in der Welt, als Vorhut gegen die Revolutionäre eingesetzt. Dieser Abschaum ist völlig Prinzipienlos und lässt sich von jedem Herren vor seinen Karren spannen. Friedrich Engels sagt dazu sehr richtig:

"Das Lumpenproletariat, dieser Abhub der verkommenen Subjekte aller Klassen, der sein Hauptquartier in den großen Städten aufschlägt, ist von allen möglichen Bundesgenossen der schlimmste. Dies Gesindel ist absolut käuflich und absolut zudringlich. Wenn die französischen Arbeiter bei jeder Revolution an die Häuser schrieben: Mort aux voleurs! Tod den Dieben! und auch manche erschossen, so geschah das nicht aus Begeisterung für das Eigentum, sondern in der richtigen Erkenntnis, daß man vor allem sich diese Bande vom Hals halten müsse. Jeder Arbeiterführer, der diese Lumpen als Garde verwendet oder sich auf sie stützt, beweist sich schon dadurch als Verräter an der Bewegung."
http://www.demvolkedienen.org/index.php/de/europa/2159-ein-schlag-gegen-die-organisierte-kriminalitaet

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