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NoG20 Kundgebung zum 1. G20 Prozesstag gegen Max aus Bern

05.11.18

g20.inter 1NoG20 – United We Stand!
Freiheit für Max und alle anderen G20 Gefangenen

Kundgebung zum 1. G20 Prozesstag gegen unseren Genossen Max aus Bern
Mittwoch 7.11., 12 Uhr
Amtsgericht Mitte, Sievekingplatz 3.
Verhandlugsauftakt 12.30 Uhr
Raum 267 L

Anfang September wurde unser Freund und Genosse Max aus Bern in Köln verhaftet. Der Schweizer hatte keine Ahnung, dass die Staatsanwaltschaft
Hamburg aufgrund verwackelter Videoaufnahmen einen Haftbefehl gegen ihn erwirkt hatte. Eine Anwältin aus Hamburg brauchte Stunden, bis sie ihn in Köln in der U-Haft gefunden hatte. Dann wurde er tagelang „auf Transport“ geschickt, bis er am 11. September im Hamburger Untersuchungshaftgefängnis am Holstenglacis angekommen ist. Dort sitzt er nun unter menschenverachtenden Bedingungen seit zwei Monaten ein.


Kontakt zu den anderen G20 Gefangenen, wie den beiden jungen Aktivisten aus Frankfurt am Main und Offenbach, dem französischen Genossen, der per Internationalem Haftbefehl von Frankreich an Hamburg ausgeliefert wurde, und einem uns noch unbekannten Seemann, der in Bremerhaven von seinem Schiff geholt und ins UG gebracht wurde, weil er angeblich beim G20 „randaliert“ haben soll, darf er nicht haben. Veganes Essen wird ihm verweigert und ständig versucht man ihm sogar Fleisch unterzuschieben. Auch musste er im UG vor ein paar Wochen seinen 26. Geburtstag „feiern“.


Ein Paket zum Geburtstag oder danach durften wir ihm nicht schicken. Die lapidare schriftliche Begründung der Hamburger Justizbehörde war, dass das UG keine Pakete entgegen nehmen könne und er ja aber am Einkauf teilnehmen dürfe. Wenn die finanziellen Mittel dafür nicht ausreichen sollten, könnten wir Max ja Geld überweisen. Haben wir dann auch gemacht, ist aber völlig unverständlich, warum Untersuchungsgefangene im UG Holstenglacis keine Pakete erhalten dürfen, nicht mal zum Geburtstag oder zu Weihnachten.

Am Mittwoch den 7.11. beginnt nun der nächste Schauprozess gegen einen transnationalen Aktivisten, der im Sommer 2017 nach Hamburg gekommen war, um mit uns allen zusammen gegen die herrschenden Verhältnisse und ihre Repräsentanten auf die Straße zu gehen. Lassen wir ihn im Knast und Gerichtssaal nicht allein.

Ab 12 Uhr wird es eine Kundgebung mit heißem Kaffee geben und dann zeigen wir ihm, dass es zwar ihn getroffen hat, aber wir alle gemeint sind, in ihrer nicht enden wollenden Einschüchterungskampagne, gegen jeglichen Protest und Widerstand gegen dieses absurdes Spektakel der Macht, den G20 Schwachsinn, der bald in Buenos Aires in die nächste Runde gehen wird.

Im Amtsgericht Mitte gibt es eine Sicherheitsschleuse, wie auf dem Flughafen und Mobiltelefone etc. werden euch abgenommen. Das kostet viel Zeit und ist ärgerlich, darum kommt rechtzeitig und lasst alles, was ihr nicht unbedingt braucht, zu Hause.

NoG20!
Freiheit für Max
und alle anderen G20 Gefangenen
Fight Repression, now and always!
United We Stand!

https://unitedwestand.blackblogs.org/nog20-kundgebung-zum-1-g20-prozesstag-gegen-max-aus-bern/