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Chile: Kevin Garrido am 2. November im Hochsicherheitsgefängnis von Chile erstochen

06.11.18

kevin garridoMobilisierungsposter für eine Woche der Agitation und Propaganda, eingesandt am 4.11.18

Am Morgen des 2. November wird Kevin Garrido im Gefängnis Concesionada Santaigo Uno mit einem Messer von einem Mitgegefangenen erstochen. Unter anderem Aufgrund eines Sprengsatzes gegen die Schule der Gendamerie ” saß er seit seiner Verhaftung am 19. November im Gefängnis. In einem seiner Pamphlete beschwerte er sich, dass er von staatlicher Seite fälschlicherweise als Anarchist bezeichnet wird.

Seine misantrophen Forderungen am Ende seines auf dem spanischsprachigen Blog von Contrainfo veröffentlichten Briefes aus dem Gefängnis verdeutlichen, dass er sich bei ihm mit Sicherheit um keinen Anarchisten handeln kann.

“Für die Unmoral und das Unwillkürliche. Es lebe der Terror, die Explosionen und das Feuer. Tod der Zivilisation und allen menschlichen Fortschritt!” sind seine Worte.

Eindrucksvoll dagegen, beschreibt Kevin Garrido, der von einigen Anarchist*innen aus Chile, als Gefährte bezeichnet wird (wie das Poster belegt und was nicht ausgeblendet werden darf ) im selben Pamphlet, die Gefängnisumgebung. Hier wird deutlich, dass der Staat die Verantwortung für die Toten in seinen Gefängnissen trägt. Er weist auf fünf Gefangene hin, die von Mitgefangenen ermordet werden. Von ständigen Überfällen von Sonderkommandos und Wärter*innen und Übergriffen gegen Gefangene. Auf der Tagesordnung würden auch Angriffen von Gefangenen im Rudel auf einzelne Mitgefangenen stehen. Er stellt dar, dass er gesehen hat, wie Gefangene auf einer dunklen Treppe mit Messer angegriffen wurden und mit kochendem Wasser verbrannt wurden, ohne sehen zu können, woher der Angriff kam. Er weist darauf hin, dass diese Übergriffe bei laufender Überwachungskamera geschehen.

Es ist nicht angenehm zu sehen, wie sich Insassen im Wissen gegenseitig umbringen, dass sie sich alle in der selben Gefängnissituaion befinden, dass alle dort schlafen, dass sie das selbe essen und den gleichen Hof “teilen”
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