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Schluss mit der Hetze: Solidarität mit Alassa M.

10.01.19

Kmii logo_deSeit mehreren Tagen berichtet vor allem die BILD-Zeitung über den Geflüchteten und Aktivisten Alassa M., der sich nach seiner Abschiebung am 20. Juni vergangenen Jahres nach Ablauf der halbjährigen Einreisesperre wieder in der BRD befindet und einen Asylantrag gestellt hat. Der Abschiebung von Alassa M. waren Proteste in einer Asylunterkunft im bayrischen Ellwangen vorausgegangen.

Die Bewohner*innen der Unterkunft hatten sich mit einem Betroffenen solidarisiert und eine Ausschaffung im ersten Anlauf verhindert, woraufhin eine Armada von schwerbewaffneten Beamt*innen die Abschiebung mit Einsatz brutaler Gewalt durchgesetzt hatte. Als einer Sprecher der Geflüchteten wurde Alassa M. nach Italien abgeschoben. Nach seiner Rückkehr scheint BILD die Kampagne gegen den Aktivisten aufwärmen zu wollen.

„Die Rote Hilfe e.V. erklärt sich solidarisch mit Alassa M. und seinen Mitstreiter*innen. Durch gezielte Skandalisierung eines ganz regulären Vorgangs eines Asylantrages soll Stimmung gemacht werden gegen Geflüchtete, die politische Forderungen stellen und für ihre verbrieften Rechte eintreten. Da wird die Wiedereinreise als 'unfassbar' bezeichnet und Proteste gegen Abschiebungen sowie eine Pressekonferenz unter dem Motto „Viel wurde über uns geredet – jetzt reden wir!“ als 'Tumult' diffamiert. Unser Verein unterstützt den politischen und juristischen Protest gegen diese diskriminierende Form der Berichterstattung. Wir rufen alle antirassistischen Organisationen auf, sich ebenfalls zu positionieren. Insbesondere seriösen Medien kommt in diesem Fall die Aufgabe zu, für eine Berichterstattung zu sorgen, die auf Fakten basiert und die Position der Bleiberechtsaktivist*innen einbezieht.“ erklärt Anja Sommerfeld, Mitglied im Bundesvorstand der Roten Hilfe e.V