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Wie viele sind hinter Gittern, die wir draußen brauchen".- Ausgabe März 2019

02.03.19

Radio Flora_Web2In der Ausgabe vom Dienstag, den 5. März

wird es in der Zeit von 19 - 20 Uhr folgende Beiträge geben:

- Zur lebensbedrohlichen Situation von dem Gefangenen Andreas Krebs in Italien

- Veranstaltung zum 18.März in Leipzig 

-  Hohe Verurteilung von dem Gefangenen Musa Asoglu

- Sandra W. Leben als psychisch-kranke Gefangene in der JVA Chemnitz

Die Sendung wird wiederholt am Donnerstag, den 7. 3. von 11 -12 Uhr, den Dienstag, den 12.3. von 19:00-20:00, Donnerstag, den 14.3. von 11 -12 Uhr und von 22-23 Uhr.

Zu empfangen per Livestream über: www.radioflora.de

Genaueres zu den Themen:

- Zur lebensbedrohlichen Situation von dem Gefangenen Andreas Krebs in Italien

Andreas  ist ein Langzeitgefangener welcher über 18 Jahre seines Lebens hinter Gittern verbracht hat. In dieser Zeit stellte er sich aktiv gegen Rassismus, Homophobie und Ausbeutung im Knast.  Er unternahm zwei Ausbruchsversuche und macht in unzähligen veröffentlichten Briefen auf das Leid, welches das Knastsystem zum Vorschein bringt, aufmerksam.

Am 2. Februar ist er in den Hungerstreik getreten. 

Andreas ist sehr schwer krank und einiges deutet darauf hin, dass es auch deutsche Staatsschutzinteressen sein könnten, die die italienischen Behörden dazu bringt, den Gefangenen in einer lebensbedrohlichen Lage unversorgt zu lassen.

Gespräch mit der Lebensgefährtin von Andreas

Mehr Infos: https://andreaskrebs.blackblogs.org

- Veranstaltung zum 18.März in Leipzig

Dazu schreibt die Rote Hilfe  Leipzig: 
„Solidarität statt Angst“ - Podiumsdiskussion zum Tag der politischen Gefangenen

Wir möchten mit ehemaligen Gefangenen, Menschen, die explizit im Austausch mit Gefangenen stehen und Euch in eine Diskussion zu Erfahrungen und möglichen Perspektiven der Gefangenenunterstützung treten.

"Solidarität muss praktisch werden" - eine lang gehegte Parole auf Transparenten, aber oft nicht im politischen Alltag verankert – wollen wir mit dieser Debatte wieder in die Praxis einfließen lassen.

Leider müssen wir als Rote Hilfe feststellen, dass dieser Support nicht als Teil der Aufgabe aller sich als linksradikal Verstehenden gesehen_gelebt wird. Die verschiedensten Soliarbeiten machen oft nur wenige, meist den Betroffen direkt nahestehende Menschen und selten wird in einem größeren und kollektiven Rahmen über den Umgang mit Repression und im speziellen Knast gesprochen. Dies möchten wir gerne aufbrechen!"

23. 03.2019 um 18:00 Uhr in der Gießerstraße 16/ Leipzig
- Hohe Verurteilung von dem Gefangenen Musa Asoglu

Das Hamburger Oberlandesgericht verurteilte am 6. Februar Musa Asoglu wegen §129b (Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland)  zu einer Haftstrafe von sechs Jahren und neun Monaten.

Der Staatsschutzsenat wirft Musa vor, Europaverantwortlicher der in Deutschland und der Türkei verbotenen marxistischen Organisation "DHKP-C" gewesen zu sein.

Musu hat in dem mehr als einjährigen Prozess in Hamburg in Erklärungen den Vorwurf erhoben, in dem Verfahren würden linke politische Aktivitäten mit dem § 129b als Terrorismus kriminalisiert. 

Die Richterin Tauebner ist in ihrem Plädoyer sehr feindselig gegen Asoglu aufgetreten und habe ihm vorgeworfen, mit seiner politischen Verteidigung das Verfahren unnötig in die Länge gezogen zu haben. Während konservative Medien schon bei der Verhaftung Asoglu als Terrorfürsten vorverurteilten, ignorierten linke Medien das Urteil weitgehend oder druckten lediglich eine Meldung aus Presseagenturen, in denen der Verurteilte nicht einmal namentlich genannt wurde.

Mehr Infos:

http://political-prisoners.net/

- Sandra W. Leben als psychisch-kranke Gefangene in der JVA Chemnitz!
 Sandra W. ist 33 Jahre jung und befindet  trotz festgestellter Haftunfähigkeit seit dem 09.08.2017 in Haft bis voraussichtlich 09.06.2021.

Sie schreibt dazu:

"Mehrfach habe ich versucht mit meinen Anwälten eine Haftunterbrechung zum Zwecke der stationären Therapie zu erhalten,was leider immer wieder seitens der Gerichte abgelehnt wird. Zuletzt am 15.01.2019 obwohl das Landgericht ein neues Gutachten am 24.10.2018 in Auftrag gegeben hatte, welches am 07.11.2018 erstellt wurde. Der Gutachter kam zu dem Ergebnis, dass ich aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen haftunfähig bin. Er empfahl eine kombinierte stationäre und im Anschluss ambulante Behandlung, dennoch lehnte es das Gericht ab" 
Sandra ist ein auch Mitglied der Gefangenengewerkschaft und beteiligte sich an den Solidritätshungerrstreik für die kurdischen Gefangenen in derTürkei.
Mehr Infos:
https://ggbo.de/statt-haftunterbrechung-und-therapie-antrag-abgelehnt-zellenrazzia-und-bunker-fuer-gefangene-aus-der-jva-chemnitz/

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