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Podcasts von "Wie viele sind hinter Gittern" vom Mai 2019

08.05.19

Radio Flora_Web2Podcasts zu folgende Themen:

- Die Polizei erschießt in Fulda einen Flüchtling

- Zu Ahmets Agiris gewaltsamen Tod in der Forensik

- Interview mit Grup Yorum

- Zum gewaltsamen Tod von Tonou-Mbobda im UKE in Hamburg


Zu den Podcasts:


Die Polizei erschießt in Fulda einen Flüchtling

In Fulda hat ein Polizist im April 2018 einen Flüchtling erschossen. Die Reaktionen darauf zeigen, wie nahe sich CDU und AfD in der Region mittlerweile stehen.

Nach tödlichen Schüssen der Polizei auf einen Flüchtling in Fulda wird die Stimmung rechtspopulistisch angestachelt.

Nun wird sein Tod wohl keine juristische Konsequenz haben. Die Staatsanwaltschaft Fulda hat das Verfahren eingestellt.

Ein Gespräch mit dem Journalisten Peter Nowak (http://peter-nowak-journalist.de/2019/02/06/zweifel-an-notwehr/)

https://www.freie-radios.net/95190


Zu Ahmets Agiris gewaltsamen Tod in der Forensik

Am 9. Mai 2017 fiel der in der forensischen Abteilung des Klinikums Bremen-Ost (KBO) jahrelang aufgrund Bagatelldelikten zeitlich unbefristet internierte Ahmet Agir einem unverhältnismäßigen und letztlich völlig unnötigen Angriff des Wärterpersonals zum Opfer. Selbst als sich Ahmet bereits unter Todesqualen wand und um Luft rief, wurde seitens des Personals nicht von ihm abgelassen. Er fiel an jenem Tag aufgrund besagten Angriffes in einen komatösen Zustand und verstarb einige Tage später an den Folgen der massiven Gewaltanwendung

Es überrascht deshalb weiterhin nicht, dass die Staatsanwaltschaft Bremen versucht, das Verfahren Ahmets Tod betreffend knapp zwei Jahre nach dem tödlichen Absonderungs-Versuch im Klinikum Bremen-Ost einzustellen. Von Anfang an war zu erkennen, dass Zeugenaussagen von Inhaftierten nicht den gleichen Stellenwert erhielten wie Aussagen des Personals.

Hintergründe sind im "Gefangenen Info" 422 zu erfahren

https://www.freie-radios.net/95191

Interview mit Grup Yorum

Die Musikgruppe wurde 1985 nach dem Militärputsch in der Türkei gegründet, sie sind staatlicher Verfolgung ausgesetzt. Konzerte werden verboten, ihre Mitglieder immer wieder verhaftet und ihre Kulturzentren durch faschistische und staatliche Schlägerbanden regelmäßig überfallen. Seit 2015 ist die Gruppe auch Repressalien durch den deutschen Staatsapparat unter Berufung auf den reaktionären Paragrafen 129b StGB („Unterstützung einer terroristischen Vereinigung im Ausland“) ausgesetzt.

Am 1.Juni findet ein Konzert "Ein Herz + Stimme gegen Rassismus" in Ludwigshafen, Friedrich Ebert Halle, Erzberger Str. 89 am 15 Uhr, statt.

Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

https://www.freie-radios.net/95192

Zum gewaltsamen Tod von Tonou-Mbobda im UKE in Hamburg

Der kamerunische Student Tonou-Mbobda ist durch die Fixierung der Sicherheitskräfte in der Forensik gestorben. Der Flüchtlingsrat Hamburg fordert die sofortige Aufklärung der Umstände unter denen das passieren konnte und das sofortige Ende von diesen Umständen. Dies ist nicht der erste Fall, in dem Autoritätspersonen Menschen durch Fixierung ermorden.

Der Flüchtlingsrat Hamburg schließt sich den Forderungen der Black Community und weiterer schwarzer und afrikanischer Organisationen an:

"Wir fordern eine umfassende, öffentliche und zeitnahe Stellungnahme des UKE zu dem gewalttätigen und letzlich tödlichen Übergriff sowie eine umfassende rechtsmedizinische Aufklärung der Todesursachen.
Wir fordern eine sofortige Suspendierung der gewalttätigen "Sicherheitskräfte" und interne wie gerichtliche Ermittlung gegen sie
Wir fordern, dass auch die an der tödlichen Körperverletzung beteiligten Ärzt*innen und Pfleger*innen zur Verantwortung gezogen werden, sowie politischen Verantwortliche. (...)
Wir fordern eine psychologische Versorgung und die Aufarbeitung der traumatischen Erlebnisse der Augenzeugen sowie ein Ende der Repressionen und Einschüchterungen gegen sie" (Zitat aus der Presseerklärung)

https://www.freie-radios.net/95193

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