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Veranstaltungen auf den Anti-Knast-Tagen in Berlin mit Beteiligung vom Netzwerk Freiheit für alle politische Gefangenen 

03.10.19

network-logoAm Freitag den 25.10.

um 18:00 Uhr ist die Veranstaltung 30 Jahre GI,

am Samstag, den 26.10. um 11:30 Uhr

Gefangenen Kommunikation

und um 17:30 Uhr Offensive Antirepressionsarbeit.

Hintergründen zu diesen Veranstaltungen:

Veranstaltung zu 30 Jahre „Gefangenen Info„
Seit nun mehr als 30 Jahren begleitet das Gefangenen Info (GI) die Kämpfe der politischen, revolutionären, rebellischen und sozialen Gefangenen. Eine Zeit, in der das GI  etliche Formen des Widerstandes begleitet hat. Es stellt eine Plattform für vielfältige Diskussionen unter den Gefangenen im Knast, als auch in der Bewegung außerhalb dar. Eine Zeit, in der das GI selbst immer wieder Ziel staatlicher Angriffe wurde.  Mit über 30 Verfahren versucht die bürgerliche Klassenjustiz das GI tot zu kriegen. 

Ausgangspunkt des GI war der Hungerstreik der Gefangenen der RAF und des antiimperialistischen Widerstands im Februar 1989.
Gefangene und Angehörige der Eingesperrten beschlossen, eine Informationsschrift über den Verlauf des Streiks und den gesundheitlichen Zustand, sowie über die Ziele der Gefangenen herauszugeben. Das erklärte Ziel lautete „unzensiert über die Situation der Gefangenen zu berichten und die Solidaritätsarbeit zu unterstützen“. Das Hungerstreik Info – das als Produkt dieser Diskussion entstand – unterstützte ab der 1. Ausgabe am 16. Februar 1989 die Gefangenen durch die Verbreitung der Infos und Erklärungen der Gefangenen. Wöchentlich teilweise in tausendfacher Auflage.
Das Hungerstreik Info setzte die Arbeit auch nach dem Hungerstreik fort und benannte sich in der Folge ab der Nr. 15 (vom 25. Mai 1989) in Angehörigen Info (AI) um.

Als Folge des Ausscheidens vieler Angehöriger der RAF-Gefangenen (aufgrund gesundheitlicher Gründe) wurde das AI dann 2005 mit der Ausgabe 305 in Gefangenen Info umbenannt. 
Seit 2009 wird das GI vom „Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen“ herausgegeben.

Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen, Hamburg

Versuch einer Bilanz: Kommunikation mit Gefangenen

Leider immer ein Thema.

Arbeit zu den Inhaftierten ist wichtig, zum Einen für die Weggesperrten selbst, zum Anderen für uns, da der Knast ein weiterer Schauplatz des Klassenkampfes und der Auseinandersetzung mit den Herrschenden ist. Viele sind hinter Gittern wegen Eigentumsdelikten, weil sie sich aufgrund ihrer Klassenlage und den damit verbundenen Lebensbedingungen „Nebenverdienstmöglichkeiten“ schaffen mussten oder ohne deutschen Pass keinen Zugang zu legalen Einnahmequellen haben, andere, weil sie aktiv gegen das kapitalistische System kämpfen. Parolen wie „Unsere Solidarität gegen ihre Repression“ oder „Drinnen und draußen ein Kampf!“ sollen die Kommunikation mit den Inhaftierten unterstützen. Wir behaupten allerdings, dass das noch nicht ganz der Realität der (radikalen) Linken entspricht. Wieso das immer noch nicht dem proklamierten Ziel entspricht, versuchen wir jetzt ein bisschen genauer zu beleuchten.

Netzwerk Freiheit für alle politischen Gefangenen, Hamburg

Offensive Anti-Repressionsarbeit

Die Anti-Repressionsarbeit zu G20 wird eher von Reformismus und Serviceleistungen dominiert, was zu Folge hat, das diese Strukturen auch juristisch und damit politisch die Verfahren bestimmen!

Wir hingegen wollen zusammen mit den Gefangenen die Verfahren offensiv bestimmen, denn es ist unsere Politik. die da abgeurteilt werden soll!

Was heißt offensive Antirepressionsarbeit?

Wir bezeichnen offensive Antirepressionsarbeit als Repolitisierung der Anti-Repressionsarbeit und damit unserer Kämpfe insgesamt!

Für den Kurswechsel sind aber vorher folgende Fragen zu klären:

Wollen wir unsere Ketten verlieren?

Oder sind uns Beziehung, Job und Szenenischen wichtiger?

Warum gibt es so wenig Solidarität zu den §129b-Gefangenen?

Die davon betroffenen türkischen und kurdischen Gefangenen haben viele härte Knastbedingungen und Haftstrafen als die G20-Inhaftierten und wehren sich häufig.

Ein Beitrag eines Mitglieds der Gruppe "Solidarisch Kämpfen" aus Hamburg

Radiointerview zu den Anti-Knast-Tagen:

https://www.freie-radios.net/97548

Weitere Infos: https://antiknasttage.blackblogs.org

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