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Freiheit für Ismail Yilmaz und alle kranken Gefangenen!

06.06.20

In einem Land, in dem selbst draußen gefängnisähnliche Zustände herrschsoli.1en, häufen sich die schlechten Nachrichten tagtäglich.

Während vor kurzem auf Zusammenarbeit der AKP und MHP nahezu 100.000 Mörder und Mafiosi aus der Haft entlassen wurden, werden die Forderungen nach der Entlassung von politischen kranken Gefangenen noch immer ignoriert. Und die Geschichte des Faschismus hat sich ein weiteres Mal wiederholt. Keiner der politischen Gefangenen, die sich am Rande des Todes befinden, wurde bisher freigelassen. Geht es um revolutionäre Gefangene, dauert es nicht lange, bis der Faschismus im Spiel ist.

Ismail Yilmaz darf nicht dem Tode überlassen werden

Der Faschismus möchte den 66-jährigen Ismail Yilmaz, der sich seit 16 Jahren in Kandira (Türkei) in einem F-Typ-Gefängnis in Haft befindet, dem Tode überlassen. An Yilmaz, der wegen seiner politischen Ansichten mit lebenslänglicher Haft mit besonderer Schwere der Schuld bestraft wurde, wird eine regelrecht feindliche Justiz angewandt.

Ismail Yilmaz wurde am 28. April wegen einer Hirnblutung ins Krankenhaus gebracht und einen Tag später operiert. Schon zuvor litt er an vielen chronischen Erkrankungen wie Herzerkrankungen, Prostata, Sehstörungen, Bluthochdruck, Taubheitsgefühl im rechten Arm, in der Hand und in verschiedenen Körperteilen.

Ismail Yilmaz wurde nach seiner schweren Operation ohne weitere Therapie zurück ins Gefängnis verlegt. Ihn trotz seiner gesundheitlichen Verfassung, die ihn daran hindert, seinen Bedürfnissen nachzugehen, verstößt gegen die internationale Menschenrechtskonvention und ist Folter!

Laut dem Bericht des Justizministeriums sind in den letzten 13 Jahren 2.300 Gefangene in Haft gestorben. Derzeit sind 620 kranke Patienten inhaftiert, während 200 davon in Lebensgefahr schweben. Während der Coronapandemie hat die Anzahl der kranken Gefangenen zugenommen und die Lebensgefahr vieler Gefangener wird weiterhin zunehmen, sobald keine Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden.

Freiheit für alle kranken Gefangenen

Zwischen dem 21. Mai und dem 1. Juni, d.h. in nur 10 Tagen, sind zwei schwerkranke revolutionäre Gefangene gestorben. Obwohl die Freilassung des seit 10 Jahren im F-Typ-Gefängnis in Osmaniye inhaftierten Sabri Kaya's und des seit 26 Jahren im F-Typ-Gefängnis in Edirne sitzenden Vefa Kartal's aufgrund ihrer schweren Erkrankung wiederholt gefordert wurde, wurde die Forderung mit der Aussage, dass "der Staat mache, was nötig sei" immer wieder abgelehnt. Sabri Kaya kam letztlich am 21. Mai auf der Intensivstation und Vefa Kartal am 1. Juni in Haft ums Leben...

Um keine weiteren Nachrichten von neuen Todesfällen aus den Gefängnissen zu erhalten, fordern wir als Konföderation der Arbeiter*innen aus der Türkei in Europa; dass alle Gefangenen, insbesondere der kranke Gefangene İsmail Yılmaz, dringend freigelassen werden, damit sie die notwendigen Behandlungen erhalten. Wir rufen die internationale Oppositionskräfte dazu auf, sich unserer Forderung anzuschließen!

Freiheit für alle politischen Gefangenen!

ATIK- Konföderation der Arbeiter*innen aus der Türkei in Europa

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