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In ehrwürdigem Gedenken an Mustafa Koçak, Helin Bölek, Ebru Timtik und Ibrahim Gökçek ... Paris Symposium 2021

10.03.21

türkei mdWIR WOLLEN GERECHTIGKEIT!
TODESFASTEN FÜR EIN FAIRES VERFAHREN
DIE VERBRECHEN DES FASCHISMUS IN DER TÜRKEI

Symposium: 02.,03.,04. April 2021
Konzert: 05. April 2021

Kontakt:
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Mustafa Koçak, Helin Bölek, Ebru Timtik und Ibrahim Gökçek haben unter dem Einsatz ihres Lebens für Gerechtigkeit und gegen Vernichtung des revolutionären Kampfes gekämpft. Sie wurden zur Barrikade gegen die Angriffe des Faschismus und Imperialismus. In einer Zeit, wo die Parole, „gemeinsam Schulter an Schulter gegen den Faschismus“ in Vergessenheit geriet, wurden sie zum Anlass Solidarität neu zu definieren.

Sie zeigten, dass Solidarität die stärkste Waffe der Völker (nicht völkisch) ist. Der AKP-Faschismus versuchte mit Zensur, Isolation und Staatsterror ihre Stimme zu ersticken. Der Widerstand um Gerechtigkeit hat alle Hindernisse überwunden.

Weltweit wurden:

7.865 Aktionen, Manifestationen durchgeführt, Erklärungen veröffentlicht
1881 Videoaufnahmen veröffentlicht
Haben 3000 Personen Solidaritätshungerstreiks durchgeführt
Weltweit haben 2951 Revolutionäre, Parteien, Organisationen, KünstlerInnen, DichterInnen internationale Solidarität bekundet.
Die Internationale Anwalts Union (UIA), welche in 110 Staaten über 2 Mio Anwälte vertreten
Die Anwaltskammern Anwaltskanzleien in Europa (CCBE), welche Millionen von Anwälte in Europa vertreten
In der Türkei forderten 39 von 79 Anwaltskammern ein gerechtes Verfahren und unterstützen die Forderungen ihrer KollegInnen Ebru Timtik und Aytac Ünsal

Wozu das Symposium, es gab doch schon so viele Konferenzen?
Mit der Teilnahme am Symposium wollen wir unsere Kräfte bündeln. Denn nur, wenn wir gemeinsam kämpfen, können wir siegen. Gemeinsam diskutieren, gemeinsam ein Programm erstellen und gemeinsam agieren.

Unsere Kraft liegt in unserer Einheit
Unsere Kraft liegt in unserer Solidarität
Die größte Solidarität ist die Blutsbrüderschaft gegen jene die unser Blut vergießen

 

KURZ ZUR GESCHICHTE DER SYMPOSIEN:

In der Türkei und in Europa gibt es eine lange Tradition von Symposien gegen staatliche Unterdrückung und Terror auf der ganzen Welt.
Das erste fand im Jahr 2002 in Noordwijk in den Niederlanden im Namen der Internationalen Plattform gegen Isolation statt. Dafür gab es zwei Gründe: Erstens: in der Türkei führte der Staat am 19. Dezember 2000 in 20 Gefängnissen zeitgleich Operationen durch, die es in solcher brutalen Weise nicht gab und es wurden 28 Gefangene ermordet. Ziel war es, die Gefangenen, die gegen ihre Verlegung in sogenannte „F-Typ“-Isolationszellen Widerstand leisteten, zu brechen. Zweitens: von 2000-2007 wurde ein Todesfasten gegen die F-Typ-Isolationsgefängnisse abgehalten, in dessen Folge 122 Menschen ihr Leben verloren. Als IPAI (Internationale Plattform gegen Isolation), taten wir alles uns mögliche, um die Forderungen der Gefangenen zu unterstützen und dem Sterben ein Ende zu bereiten.
Als Afghanistan und Irak an erster Stelle durch den US-Imperialismus besetzt wurden und es später auch zu Interventionen in Libyen und Syrien kam, bei denen unzählige Menschen getötet wurden und schließlich vom Imperialismus genährte und gerüstete islamistische Terroristen des IS Massaker an der Bevölkerung in Syrien verübten, entstand die Idee, sich gegen diese Aggression als AIF (Antiimperialistische Front) zu verbünden. AIF organisiert seit 2009 Symposien. In diesem Jahr organisieren wir das Symposium ausschließlich als AIF.
Das diesjährige Symposium ist dem Todesfastenwiderstand, der im Jahr 2020 in der Türkei als Antwort auf die gegenwärtige Repression geführt wurde und den vier Menschen, die dabei ums Leben gekommen sind, gewidmet.
Als Anwaltskanzlei des Volkes (HHB) International, Grup Yorum International und Komitees „Wir wollen Gerechtigkeit“, organisieren wir das Symposium rund um die „Forderung nach fairen Prozessen”. In dieser 18-jährigen Geschichte von Symposien versuchten wir, gegen die Angriffe auf die Völker, eine Barrikade zu bilden. So gut wie alle TeilnehmerInnen, die wir einluden, waren VorkämpferInnen für Demokratie und im Kampf für Rechte und Freiheiten.
So auch Angela Davis beim Symposium 2004 und Joan Baez beim Grup Yorum-Konzert 2015. Die meisten unserer Gäste haben unermüdlich und unerschöpflich ganz vorne im Kampf für Brot und Gerechtigkeit teilgenommen. Ob AnwältInnen wie Jan Fermon, der stellvertretende Generalsekretär der Internationalen Vereinigung demokratischer Anwälte (IADL), einzelne Abgeordnete und Bands wie Banda Bassotti, oder Marian Price, die sich als ehemalige irisch-republikanische Gefangene im Hungerstreik befand.
Im Jahr 2003 wurde das Symposium in Florenz zusammen mit Rifondazione Comunista organisiert. Beim Symposium in Paris im Jahr 2004 hat der erste gewählte Präsident der Republik Algeriens, der Freiheitskämpfer Ahmed Ben Bella, den Ehrenvorsitz übernommen und sein Assistent Ahmed Soussi war ebenfalls auf dem Podium.
Ein Solidaritätsschreiben kam auch vom französisch-algerischen Journalist und Autor Henri Alleg. Angehörige, FreundInnen und Solidaritätsnetzwerke der politischen Gefangenen Mumia Abu-Jamal, Leonard Peltier und der Cuban 5, waren bei allen Symposien vertreten.

WIR HOFFEN, IHR WERDET AUCH AM SYMPOSIUM 2021 IN PARIS TEILNEHMEN …


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