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Rémi Fraisse: "Die Polizei tötet - Ein Aufruf zur Revolte"

16.11.14

remiDie Proteste der Schüler gegen den Mord an Rémi Fraisse weiten sich über die französische Hauptstadt hinaus, wo es seit über einer Woche zu Blockaden der Schulen, Demos und direkten Aktionen kommt, mittlerweile auch auf weitere Städte aus und haben auch die Unis erreicht.

So versammelten sich z.B. gestern 200 Studenten zu einer Vollversammlung auf dem Campus in Rennes, in Lyon zogen heute Hunderte vor das Kommissariat. Blockaden von Schulen gab es in den letzten Tagen auch wieder in der Hauptstadt, zeitgleich Treffen an den Unis, anschließend gab es dann gemeinsame Demos von Schülern und Studenten. Im Norden der Hauptstadt, in Seine-Saint-Denis, wo am Montag ein Mob von 150 Leuten erheblichen Sachschaden angerichtet hatte, wurden gestern an zwei Stellen die Bullen angegriffen. Bei einer zentralen Demo in Paris heute dann wieder Sachbeschädigungen und Attacken gegen die Bullen. In Rouen gingen die Bullen heute mit Schlagstöcken gegen eine Demo von Schülern vor.

Die Stoßrichtung ist generell gegen die Repression der Bullen gerichtet, immer wieder wird “Bullen, Schweine, Mörder” gerufen. Auf Plakaten wird an die über 120 Menschen erinnert, die von den Bullen seit 2000 umgebracht wurden. Auch richten sich die Proteste gegen den Rassismus beim Bullen Apparat, es wird gerufen: “Wir sind alle Kinder von Einwanderern”. Die Hoffnung des Staates, dass sich die Proteste nach dem Tod von Rémi Fraisse nach wenigen Tagen verlaufen werden, haben sich nicht erfüllt. Die letzte Woche sah völlig neue Leute auf den Straßen, alleine heute fanden oder finden noch in 20 Städten Treffen und Aktionen statt (Liste der Aktionen)

Mittlerweile wurden auch Mitschnitte aus dem Bullenfunk veröffentlicht, aus denen klar hervorgeht, dass die Bullen sofort gewusst haben, dass sie mit einer Offensivgranate einen Menschen getötet haben. Die ganze anfängliche Inszenierung um “unklare Todesursache”, etc. wurde somit als Versuch zu vertuschen und Zeit zu gewinnen, entlarvt.

Weiterhin wird für den 22. November zu einem “Internationalen Tag gegen die Repression der Bullen und ihre Gewalt” aufgerufen. In Athen haben Leute  das Büro der französischen Nachrichtenagentur AFP besetzt, einen Bericht (fr) über den Tag der verbotenen landesweiten Demo in Toulouse am letzten Wochenende findet sich hier. Dort wird es am 22.11. einen weiteren Versuch geben, eine größere Demo gegen die Bullen durchzusetzen.

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