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Lasst den Staat nicht seine Klauen um die Aufständigen schließen

30.05.16

gabriel2Nach mehr als 30 Jahren die Gabriel Pombo da Silva in spanischen Knästen verbracht hat, schien es für ihn nun endlich ein Licht am Ende des Tunnels zu geben. Die Haftstrafe von 3 Jahren und 7 Monaten, zu deren Erfüllung er von Deutschland auf Grundlage eines vom Gericht Albacetes erlassenen europäischen Haftbefehls ausgeliefert wurde, hat er nun vollständig abgesessen. Am 17. Mai hat dasselbe Gericht in Albacete die Anweisung zur sofortigen Freilassung Gabriels erlassen und in den darauffolgenden Tagen begaben sich Genoss_innen zum Gefängnis, um ihm am Ausgang zu erwarten. Vergeblich, denn er befindet sich weiterhin hinter Gittern.



Die Leitung des Gefängnisses, in dem er sich zur Zeit befindet (C. P. la Moraleja, Dueñas, provincia de Palencia) und einige gerichtliche Instanzen – darunter das Gericht in Girona – haben sofort verschiedene zweifelhafte Prozesse in Gang gesetzt um seine Freilassung zu verhindern. Sie haben es geschafft, seine Haft auf unbestimmte Zeit zu verlängern, auch wenn dagegen verschiedene juristische Mittel laufen.
Dass der Staat seine Gesetze, die er nach seinem Gutdünken schafft, mit Füßen tritt, ist ein sich wiederholender Klassiker, mögen die Verteidiger der Demokratie sagen was sie wollen.
Es überrascht nicht, dass die staatlichen Handlanger zu allen Mitteln greifen, um diejenigen niederzumachen, die nicht gewillt sind, sich ihnen zu unterwerfen.

Härtere Gesetzgebungen, die Verschärfung der Strafgesetze, repressive Wellen gegen alles „Subversive“ und die immer wieder angeführte Bedrohung durch den „Terrorismus“ in Spanien und anderswo, sollen die Menschen auf Linie halten und dazu bringen, dieses System aus Ausbeutung und Herrschaft zu akzeptieren, koste es, was es wolle. Diejenigen, die wie Gabriel allen Hindernissen zum trotz ihrem Widerstand gegen Autoritäten und Unterdrückung Ausdruck verleihen, einzuknasten und in den Knästen zu lassen, ist ein Mittel, um sie zum Schweigen zu bringen und gleichzeitig ein klares Signal an all diejenigen, die die soziale Ordnung in welcher Form auch immer angreifen.

Regelmäßig schallen Stimmen aus den Gefängnissen, die die Haftbedingungen, die de-facto-lebenslange Haft, die Willkür der Vollstrecker uund ab und an auch die Institution Knast an sich anprangern. Wenn sie es auch für den Moment geschafft haben, die gemeinsamen Aufstände innerhalb der Knäste niederzuschlagen, ist es trotz Repression und Umstrukturierung der Gefängnisse nicht gelungen, jeden Widerstand zu vernichten.
Immer wieder lösen Aufstände auch außerhalb der Mauern ein Echo aus und es ist dieser Widerhall, den die Mächtigen fürchten. Auch dagegen führen der Staat und seine Wachhunde einen schmutzigen Krieg, indem sie neben den üblichen juristischen und strafrechtlichen Spielchen, physischen und psychischen Druck ausüben.

Die Situation unseres anarchistischen Genossen Gabriel Pombo da Silva macht deutlich, dass er sich bis heute im Visier der Institutionen befindet, die ihn für das was er denkt und sagt in ihren Verliesen begraben wollen.
Solidarität ist ein Weg auf diesen Krieg gegen den Ungehorsam zu antworten. Wie er_sie dieser Solidarität Ausdrucken verleihen will, kann jede_r für sich entscheiden.

Freiheit für alle. Für die sofortige Entlassung Gabrial Pombos da Silvas.

Anarquistas sin fronteras / Anarchisten ohne Grenzen
25. Mai 2016

Gabriel Pombo da Silva
Centro Penitenciario de Dueñas (Palencia)
Ctra. Local P-120,
34210 Dueñas (Palencia)
Spain

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