Kundgebung am Domplatz in Köln gegen die faschistischen Morde

Am Donnerstag, den 8. Dezember 2011 hielt die Anatolische Föderation auf dem Domplatz in Köln eine Kundgebung im Zusammenhang mit der Ermordung von 9 unserer Menschen durch Nazis ab.

Bei der um 17:00 Uhr beginnenden Aktion wurde auf Türkisch und Deutsch eine Erklärung verlesen. In der Erklärung hieß es „Der Verantwortliche für die Ermordung von neun unserer Menschen ist der deutsche Staat. Ihr Ziel ist es, uns einzuschüchtern und zu assimilieren“. Es wurde außerdem erklärt: „Seit Jahren werden wir in Deutschland dem Rassismus ausgesetzt. Fast jeder von uns hat ihn irgendwo und irgendwann erlebt. Man kann das auch als Diskriminierung bezeichnen, aber eigentlich geht es um Rassismus.& nbsp; Und am häufigsten zeigt sich dieser in staatlichen Institutionen, wie dem Arbeitsamt, dem Sozialamt, in Krankenhäusern, Schulen usw.“.

Mit den Worten „Es gibt keine Garantie, dass man unsere Kinder morgen nicht auf der Straße töten wird. Wenn wir an die Zukunft unserer Kinder denken, müssen wir unsere Stimmen erheben. Bisher sind Dutzende Moscheen angegriffen worden, und man versucht auch den Bau neuer Moscheen zu verhindern. Aber bis auf kleine Presseerklärungen gab es keine Reaktion darauf. Wenn wir es wollen, können wir mit Hunderttausenden Menschen auf die Straßen gehen. Wenn wir mit unserem Glauben leben wollen, müssen wir Rechenschaft einfordern. Wir haben kein Interesse an den Interessensbeziehungen zwischen dem deutschen und türkischen Staat. Weder diese Regierung noch ihre Vorgänger haben sich je für unsere Rechte eingesetzt. Keine von ihnen hat für unsere verbrannten Menschen oder ermordeten Kinder Rechenschaft verlangt.“ wurde unterstrichen, dass wir in Aktion treten müssen.

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Zuletzt hieß es: „Wir haben bisher mit unserem Glauben und mit unserer Kultur gelebt und wir werden es weiterhin tun. Die Macht des deutschen Staates und der Rassisten reichen nicht, um das zu verhindern. Denn der Glauben und die Werte der Völker der Türkei sind tief verwurzelt. Wir werden uns niemals assimilieren lassen. Der deutsche Staat muss für die Morde und den Rassismus Rechenschaft ablegen“.
Es wurden Flugblätter auf Deutsch und Türkisch an die PassantInnen am Domplatz verteilt. Einige Menschen aus der Türkei, wie auch Deutsche unterhielten sich mit den MitarbeiterInnen der Anatolischen Föderation, um nähere Informationen zu erhalten.
Bei der Aktion wurden auf Türkisch und Deutsch die Parolen „Schulter An Schulter Gegen den Faschismus“, „Nein zum Rassismus“ und „Hoch Die Internationale Solidarität“ gerufen. Die Aktion dauerte ungefähr eine Stunde.

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