Savvas Xiros ins Universitätskrankenhaus von Thessaloniki verlegt

Savvas Xiros ins Universitätskrankenhaus von Thessaloniki verlegt

Als unbegründet wurde am Donnerstag der Einspruch der griechischen Polizei gegen die Verlegung von Savvas Xiros ins Universitätskrankenhaus von Thessaloniki abgelehnt. Erst in der vergangenen Woche war das zuständige Gericht dem Antrag des unter schweren gesundheitlichen Schäden leidenden ehemaligen Stadtguerillas der Organisation 17. November (17 N) gefolgt und hatte eine fünfmonatige Haftaussetzung zur Behandlung in diesem Krankenhaus angeordnet.

Der auf Antrag der Antiterrorpolizei rechtswidrig zustande gekommene Einspruch sei nicht zulässig, begründete der Vorsitzende Richter am dreiköpfigen Schnellgericht von Piräus die Ablehnung. Außerdem hätten die Behörden nicht dargelegt, welches andere Krankenhaus überhaupt für eine Aufnahme des unter Polizeibewachung zu behandelnden Kranken bereit und in der Lage wäre.

Die Polizei hatte geltend gemacht, eine Bewachung des Kranken sei unter anderem wegen der räumlichen Nähe zum auch von Linken und Anarchisten genutzten Universitätsgelände nicht möglich und die zum sofortigen Vollzug angeordnete Verlegung zunächst nicht durchgeführt. Erst nach Festlegung des neuen Gerichtstermins vom Donnerstag wurde Savvas Xiros am Mittwoch plötzlich doch nach Thessaloniki ins Krankenhaus gebracht. Berichten von Angehörigen zufolge, ist er dort in einem speziellen, mit Gittern versehenen Zimmer unter strenger Bewachung von Antiterrorpolizisten untergebracht. Bei einem ersten Besuch seiner Familie am Mittwoch abend, wurde seinem Vater der Kontakt nur für wenige Minuten und durch die Gitter hindurch gestattet, sein jüngerer Bruder mußte sich einer Leibesvisitation unter Ausziehen aller Bekleidung unterziehen.

Der ehemalige Stadtguerillero war 2002 von der Polizei gefaßt worden, als ihm eine Bombe vorzeitig in der Hand explodierte. Die daraus resultierenden Schäden insbesondere an den Augen, haben sich im Laufe des zehnjährigen Aufenthaltes im unterirdischen Sondertrakt des Gefängnisses von Korydallos verschlimmert, neue sind hinzu gekommen. In Thessaloniki sollen nun unter anderem mehrere Augenoperationen vorgenommen werden.

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