Presseerklärung und Zeltwiderstand gegen Behinderung des Festivals „Eine Stimme, ein Herz gegen Rassismus“ in Gladbeck.

Presseerklärung und Zeltwiderstand gegen Behinderung des Festivals „Eine Stimme, ein Herz gegen Rassismus“ in Gladbeck.

Vor der Gemeinde der deutschen Stadt Gladbeck steht seit mehreren Tagen ein Zelt. Damit wollen Organisatoren des antirassistischen Festivals „Eine Stimme Ein Herz gegen Rassismus“ einen willkürlichen Bescheid der Stadtverwaltung und deutscher Polizeibehörden zur Untersagung der antirassistischen Initiative entgegentreten.

Obwohl für das Festival das 32.000m² große Gelände des Alevitischen Kulturzentrums Gladbeck gemietet wurde, werden nun lächerliche Vorwände genannt und alle Methoden eingesetzt um das Festival nicht durchführen zu lassen. Das Alevitische Kulturzentrum wird unter Druck gesetzt.

Am 26. Mai 2016 wurde vor der Stadtverwaltung in Gladbeck eine Aktion abgehalten und ein Zelt aufgestellt, um zu diesen Entwicklungen eine Erklärung abzugeben und zu demonstrieren, dass man sich dieser Rechtswidrigkeit nicht fügen wird.

In der Erklärung hieß es:
“Wir werden auf dem Gelände des Alevitischen Kulturzentrums das Festival „Eine Stimme Ein Herz gegen Rassismus“ abhalten. Deshalb haben wir uns mit dem Alevitischen Verein in Gladbeck abgesprochen und unsere Mobilisierung für das Festival mit Plakaten, Flugblättern und Veranstaltungen begonnen. Aber in dieser Phase haben einige Institutionen des deutschen Staates auf illegale Weise versucht, das Festival zu behindern. Das Bundesamt für Verfassungsschutz und die Polizei riefen den Vorsitzende des Alevitischen Kulturzentrums in Gladbeck zu sich. Mit Drohungen, Lügen und Einschüchterungsmethoden versuchten sie den Vorsitzenden des Vereins zu „überzeugen“, das Gelände für Grup Yorum nicht bereitzustellen.
Nachdem dies nicht die gewünschte Wirkung zeigte, ging man noch weiter und brachte die Gemeinde ins Spiel.
“… Der Vizebürgermeister von Gladbeck und der Chef des Ordungsamtes von Gladbeck, riefen am 12. Mai den Vorsitzenden des AKZ zu einem Gespräch. Bei diesem Gespräch wurde der Vorsitzende angeschrien und dem Vorstand damit gedroht, alle von der Gemeinde geförderten Projekte ab sofort EINZUFRIEREN, wenn das Gelände für das Festival zur Verfügung gestellt werden sollte. Die Begründung lautete: „Es ist nicht verkehrssicher, es passen nicht so viele Leute auf dieses Gelände, wir können nicht so viele Leute betreuen, wenn etwas passiert, dann strömen alle Menschen auf die Autobahn“ usw. Vorwände über die sogar Kinder lachen können…
Letztendlich versucht die Stadtverwaltung von Gladbeck UNTER DER DIREKTIVE DES VERFASSUNGSSCHUTZES ZU HANDELN und unter Vorwänden wie „Verkehr und Sicherheit“ das Festival zu VERHINDERN…
Wir werden uns dieser Repression und diesen Einschüchterungsmitteln nicht beugen! Wir werden dieses Festival auf jeden Fall durchführen. .. Wir halten eine LEGAL, DEMOKRATISCHE, LEGITIME Aktivität ab, der Verfassungsschutz vertritt eine ILLEGALE, ANTI-DEMOKRATISCHE, ILLEGITIME Position….“
Der Zeltwiderstand wird solange vor der Gemeinde Gladbeck fortgesetzt, bis sie von dieser Haltung Abstand nimmt.

https://www.facebook.com/abdullah.ates1/videos/10207954502152740/

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