Protest vor dem Türkischen Konsulat in Wien

Protest vor dem Türkischen Konsulat in Wien

Um gegen die institutionalisierte Folter und vermehrt sexuelle Übergriffe auf Frauen in türkischen Gefängnissen zu protestieren, fand am gestrigen Freitag, 21. Oktober von 17-18 Uhr eine Protestkundgebung vor dem Türkischen Konsulat in Wien statt.
An der von der Internationalen Plattform initiierten Aktion beteiligten sich neben der Anatolischen Föderation Österreich, die ebenfalls aufrief, VertreterInnen verschiedener kommunistischer, linke Organisationen und MigrantInnenvereine aus den Philippinen und Iran.
In den Reden wurde sowohl über die massiven Menschenrechtsverlettungen und würdelosen Angriffen in Polizeistationen und Gefängnissen berichtet.
Es wurde betont, dass faschistische Praktiken gegenüber der linken revolutionären Opposition in der Türkei durchaus nicht neu sind, jedoch mit dem Putschversuch und dem darauffolgenden Ausnahmezustand legalisiert wurden.

Schließlich wurde auch die Feindlichkeit der AKP gegenüber revolutionärer Kunst aufgezeigt und mitgeteilt dass in der vergangenen Nacht das Idil Kulturzentrum von Grup Yorum von der Polizei völlig zertrümmert und neben Musikinstrumenten, sämtliche Gegenstände im Gebäude verwüstet und geraubt wurden.
Es wurde die sofortige Freilassung der beiden Grup Yorum Mitglieder Özgür Gültekin und Bahar Kurt, sowie der gestern ebenso in Okmeydani angegriffenen und festgenommenen Angehörigen der Jugendföderation gefordert.
Solidarität mit Grup Yorum wurde auch mit einem Lied von Victor Jara demonstriert, der mit seiner Musik dem Faschismus trotzte und deshalb ermordet wurde.
Auf Plakaten wurden mit Bild und Text mehrere Folterfälle genannt und somit die Frage des Justizministers „Wo gibt es Folter? Zeigt es mir“ beantwortet.
Auf den Plakaten waren Bilder der gefolterten Inhaftierten Sevcan Adigüzel (Silivri Gefängnis), Aysu Baykal (Silivri), Hakan Inci (Maltepe), Saime Avsin (Van M Typ) sowie von Rechtsanwälten der CHD und der Anwaltskanzlei des Volkes, die beim Gefängnisbesuch bzw. beim Gedenkprotest zum Ankara Massaker von der Polizei misshandelt wurden.
Es wurde ein Transparent geöffnet mit der Aufschrift „Schluss mit Folter und sexuellen Übergriffen in türkischen Gefängnissen und Polizeizentren – Nieder mit dem Faschismus“.
Bei der Kundgebung, an der knapp 20 Personen teilnehmen wurde außerdem angeprangert, dass EU-Staaten wie auch Österreich die türkische Regierung trotz unwürdiger Praktiken und massiver Folter und Morde offen unterstützen, um sich neben der Bewältigung der Flüchtlingskrise weitere wirtschaftliche Vorteile zu verschaffen.
Der Protest wurde von Parolen wie
„Folter bedeutet Würdelosigkeit“,
„Schulter an Schulter gegen den Faschismus“
„Solidarität heißt Widerstand, Kampf dem Fachismus in jedem Land“
„Hoch die internationale Solidarität“
„Schluss mit der Folter in der Türkei“
gerufen.
Es wurde bekräftigt, dass die Proteste gegen dieses verwerfliche und menschenverachtende Regime anhalten werden und man sich nicht zum Schweigen bringen lassen wird.
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