SCHLAFEN VOR DEM BUNDESMINISTERIUM DER JUSTIZ! #Hungerstreik129

„Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon längst verloren.“ – Bertolt Brecht
Seit dem 7. Juni schlafen Eda Haydaroglu, Ilgin Güler und Sevil Sevimli mit ihren Genossen zusammen vor der Tür des Bundesjustizministeriums in Berlin.
Nachdem sie eine persönliche Antwort bezügl. der Forderungen ihres unbefristeten Hungerstreiks gegen den Paragraphen 129, vom Bundesjustizministerium bekommen haben, haben sie beschlossen vor der Tür des Ministeriums für Gerechtigkeit „wache“ zu halten.
Ein Pavillon, Klappbetten, Transparente, Plakate…

Mit Wut und dem Glauben an den Widerstand sitzen sie seit über zwei Wochen gegenüber dem Ministerium.
Sie fordern dass das Ermittlungsverfahren gegen Özgül Emre, Ihsan Cibelik und Serkan Küpeli eingestellt wird.
Der Paragraph 129b StGB dürfe nicht gegen Oppositionelle aus der Türkei angewendet werden, weil es sich in ihrem Kampf nicht um eine terror Aktivität handle, sondern um den Kampf gegen den türkischen Faschismus.
„Der Kampf gegen den Faschismus ist legitim und darf nicht verurteilt werden! – Vor allem nicht von Deutschland mit seiner Vergangenheit!“ sagen die Hungerstreikenden.
Während der Dauermahnwache starten sie in den Morgen mit der Internationalen Hymne und Parolen gegen Paragraph 129 StGB, wie z.B „129 das kennen wir schon Feuer und Flamme der Repression!“, „Freiheit für alle politischen Gefangenen“ oder „Wir sind im Recht wir werden siegen!“
Täglich rufen sie Medienvertreter an und schreiben ihnen E-Mails, damit sie über den Widerstand berichten.
Sie lesen gemeinsam Zeitschriften und Bücher, unterhalten sich über politische Ereignisse auf der Welt und bewerten diese, singen und tanzen gemeinsam.
Das Komitee Weg mit dem Paragraphen 129 sagt; „Egal was sie machen sie können uns nicht von unserem legitimen Kampf abhalten.
Wir werden uns nicht einschüchtern lassen. Trotz über hundert Tage Hungerstreik, trotz den schweren Bedingungen draußen in einem Pavillon schlafen zu müssen, sind wir Diejenigen, die moralisch überlegen sind.“

Familien und „Genossen“ aus ganz Europa, so wie Menschen die den Widerstand in den Medien gesehen haben, kommen die Dauermahnwache vor dem Bundesjustizministerium besuchen, zeigen ihre Solidarität mit den Hungerstreikenden und übernehmen die Nachtwachen.
„Wir kämpfen für Gerechtigkeit. Wir hungern für Gerechtigkeit.
Und egal was man über die Widerstandsmethode denkt, der Kampf gegen die Gesinnungs- und Klassenjustiz muss unser gemeinsamer Kampf werden. Deswegen muss jeder Antifaschist, Demokrat, Linke dazu bereit sein, seine Solidarität auf irgendeine Weise mit dem Widerstand zu zeigen.“ sagt Eda Deniz Haydaroglu , die am Montag den 24.07.2023, 129 Tage im Hungerstreik sein wird.

+++++++ Sie rufen zur Solidarität!+++++++

Solidarity

*besucht die Dauermahnwache auf der Mohrenstraße – übernimmt die Nachtwachen der Hungerstreikenden
*teilt und verbreitet den Hashtag auf Social Media #Hungerstreik129
*Nehmt an den Aktionstagen teil und organisiert Soli-Aktionen
*Kommt zu den Gerichtsterminen und beobachtet das 129B-Verfahren gegen #ÖzgülEmre #IhsanCibelik und #SerkanKüpeli
*Ruft Medienvertreter an und erzählt von dem Widerstand
*Ruft beim Bundesministerium der Justiz an und fragt warum sie sich nicht mit den Hungerstreikenden treffen möchten oder was sie über den Widerstand vor ihrer Tür denken

https://www.facebook.com/wegmitdemnaziparagraphen129/