Student in der Türkei zu fast 10 Jahren Haft wegen Mütze, Buch und Brief verurteilt!

Student in der Türkei zu fast 10 Jahren Haft wegen Mütze, Buch und Brief verurteilt!

Der 23-jährige Furkan Sevim Student von der Universität Eskişehir Anadolu für Kustgeschichte, wurde in der Türkei zu 9 Jahre und 9 Monaten Gefängnisstrafe wegen der angeblichen Mitgliedschaft in der Revolutionäre Volksbefreiungspartei-Front (DHKP-C) verurteilt.
●Eine Mütze, ein Buch und ein Brief

Die Polizei fand bei Furkan Sevim ein Buch über die Biografie von Ibrahim Kaypakkaya (Gründer der TKP/ML), ein Brief mit einem
Zitat von Mahir Çayan (Gründer der THKP-C) und eine schwarze Mütze mit einem roten Stern wie sie Che Guevara getragen hat.
Der Student Furkan Sevim erklärte dazu:
„In unserem Land wird den Ungerechtigkeiten jeden Tag eine neue hinzugefügt. Was ich heute erlebt habe, ist nur eine von ihnen. Da während dieser Zeit keine greifbare Sache gefunden werden konnte, die als Element des Verbrechens angesehen werden könnte bei dem Überfall auf mein Haus wurde ein Verbrechen aus meinen Haushaltsgegenständen, Büchern und meiner Solidarität mit Nuriye Gülmen und Semih Özakça zu einem angleichen Verbrechen kreiert.“
Diese Absurdität in der faschistischen Türkei ist leider alltäglich wie das Beispiel vom 24.05.19 im Hochsicherheitsgefängnis von Wan.
Die Gefangene dürfen dort keine Bilder von Fidel Castro und Ernesto Che Guevara besitzen.
Nach Auffassung der Anstaltsleitung seien die Anführer der kubanischen Revolution Mitglieder in der DHKP-C.
Das schildert der in Wan inhaftierte politische Gefangene Akil Nergüz in einem Brief an den Journalisten Hacı Bikşin.
●Auch Bilder vom Massaker türkischer Spezialkräfte an Gefangenen sind verboten
Konkret geht es um 34 Bilder, die an Taner Korkmaz, einen Mitgefangenen von Nergüz geschickt wurden.
Neben Bildern von Che Guevara und Fidel Castro haben sich auch Fotos von Opfern der türkischen „Operation Rückkehr ins Leben“ befunden.
In der Nacht vom 18. auf den 19. Dezember 2000 stürmten 8.500 schwerbewaffnete Soldaten und Gendarmen, darunter auch speziell ausgebildete Spezialbataillone und Eliteeinheiten der Geheimdienste, unter dem Namen „Operation Rückkehr ins Leben“
20 türkische Gefängnisse.
Zu diesem Zeitpunkt befanden sich etwa 1.150 Gefangene in 48 Gefängnissen im Hungerstreik, 300 von ihnen bereits im Todesfasten, um die Einführung von Isolations- (sogenannten F-Typ-) Gefängnissen zu verhindern.
Bei dem militärischen Großangriff mit Präzisionsgewehren, Nachtsichtgeräten, Flammenwerfern, Panzern, Hubschraubern, Nervengas-, Rauch- und Gasbomben, Bulldozern, Baggern, Vorschlaghämmern, Schweiß- und Bohrmaschinen wurden mindestens 30 Gefangene getötet und mehrere Hundert verletzt. 34 Menschen gelten bis heute als offiziell „verschwunden“.
●Symbol für Unabhängigkeit, Demokratie und Sozialismus
Der faschistische türkische Staat fürchtet sich vor den Bildern der Revolutionäre wie Che Guevara oder Mahir Çayan da diese Menschen ein Symbol für Unabhängigkeit, Demokratie und Sozialismus in der Türkei
und auf der ganzen Welt sind.
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