Stuttgart: Erste Verurteilungen gegen kämpferische Jugendliche

Stuttgart: Erste Verurteilungen gegen kämpferische Jugendliche

Nachdem in der Nacht auf den 21. Juni in Stuttgart Hunderte gegen Polizeischikane rebelliert hatten, waren die bürgerlichen Nachrichten voll von Horrorstories über die sogenannte „Krawallnacht“. Dabei wurde stets behauptet, dass es sich um unpolitische Krawalle gehandelt habe und als Schuldige wurden mal Linke und mal die Stuttgarter Partyszene ausgemacht. Der eigentliche Auslöser war allerdings eine rassistische Polizeikontrolle und das extrem aggressive Auftreten der Bullen dabei.

Wie die letzten Monate immer wieder zeigten, werden die zunehmenden polizeistaatlichen Maßnahmen in der BRD gezielt genutzt, um den Terror gegen die Massen zu intensivieren. Betroffen sind dabei allen voran natürlich Migranten und jeder, der den Bullen nicht „deutsch“ genug aussieht.
Insgesamt stehen anlässlich der sogenannten „Krawallnacht“ über 100 Prozesse an. Das Amtsgericht in Stuttgart hat nun die ersten zwei Urteile gefällt und zwei Jugendliche zu zwei Jahren und zwei Monaten bzw. zu zweieinhalb Jahren verurteilt und überschreitet damit sogar deutlich die Forderungen der Staatsanwaltschaft.
Gleichzeitig fordert Hans-Jürgen Kirstein, Landesvorsitzender der „Gewerkschaft“ deutscher Polizisten sogar noch höhere Strafen und echauffiert sich darüber, dass Jugendliche nach dem Jugendstrafrecht verurteilt werden. Vorgeworfen wird den Verurteilten, dass sie Polizeifahrzeuge beschädigt haben sollen. Während Bullen in Deutschland immer wieder ungestraft morden können, geht man ins Gefängnis, weil man die Scheibe von einem Polizeiauto eingeschlagen hat, weil man sich weigert, die zunehmende Willkür und Schikane hinzunehmen.
Offensichtlich soll hier ein Exempel statuiert werden. Die Massen sollen sich gefälligst damit abfinden, dass der Staat einfach so einen Ausnahmezustand verhängt und die Bullen sie schikanieren. Wer sich nicht fügt, kommt in den Knast. Das zeigt deutlich die Tendenz der Entwicklung in der BRD. Mit der Krise und der zunehmenden Weigerung der Massen, weiterzumachen wie bisher, sieht sich die Bourgeoisie dazu gezwungen, mit zunehmend repressiveren Maßnahmen gegen das Volk vorzugehen. Wie bereits oben erwähnt, stehen weitere Verurteilungen aus, aber egal, welche Lügen sie uns erzählen, die Rebellion gegen den Ausnahmezustand und diesen Staat ist gerechtfertigt!

https://www.demvolkedienen.org/index.php/de/t-brd/4815-stuttgart-erste-verurteilungen-gegen-kaempferische-jugendliche

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