Warnung vor Anquatschversuchen in Nürnberg

Aktuell laufen zwei §129-Verfahren in Nürnberg, Hanna sitzt seit Anfang Mai in der JVA Nürnberg in Untersuchungshaft. Die zunehmende Repression in unserer Stadt, hat viele Auswirkungen auf uns persönlich und die Linke Bewegung vor Ort haben.
In der Vergangenheit ist es bei anderen §129-Verfahren in Deutschland zu vermehrten Anquatschversuchen durch Verfassungsschutz und Staatsschutz gekommen. Auch in Nürnberg ist damit zu rechnen.
Bei diesen Anquatschversuchen werden Aktivist:innen aber auch das Umfeld meist auf offener Straße, aber auch an der Wohnungstür oder auf der Arbeit, zur Einschüchterung oder Informationsgewinnung kontaktiert.
Falls ihr betroffen seid, dann weist jegliche Zusammenarbeit mit den staatlichen Behörden zurück. Schreibt ein Gedächtnisprotokoll. Wendet euch an eure politischen Strukturen und informiert uns als Rote Hilfe über den Anquatschversuch.
Verfallt nicht in Panik und fragt nicht, warum gerade ihr ausgewählt wurdet. Das ist eine der Strategie der Repressionsbehörden, mit dem Ziel euch zu verunsichern.

Wir empfehlen unser Faltblatt Information der Roten Hilfe zu Kontaktaufnahme von VS und Staatsschutz.

Immer wieder kommt es zu Anquatschversuchen durch staatliche Behörden gegenüber politisch aktiven Menschen. Ziel der Anwerbeversuche ist, Informationen über politische Initiativen und linke Strukturen zu gewinnen. Betroffen sein können davon prinzipiell alle, die in irgendeiner Weise politisch aktiv sind oder Kontakt zur linken Szene haben. Anquatschversuche kommen in der Regel unerwartet, da die Behörden es darauf anlegen, die Betroffenen zu überrumpeln und zu verunsichern. Umso wichtiger, sich gezielt auf einen möglichen Kontaktversuch vorzubereiten!

Auszug aus dem Rote Hilfe Faltlblatt zur Kontaktaufnahme von VS und Staatsschutz