11Mai19:00Buchvorstellung "Indigene Kämpfe in den Americas"Berlin

Veranstaltungsdetails

Umwelt, Menschenrechte, Repressionen und Leonard Peltier: Indigene Kämpfe in den Americas.

Unterdrückung und rassistische Diskriminierung, Kolonialisierung und Assimilierung, Vertreibung und anhaltende Völkermordpraxis einerseits, Verteidigung von Umwelt und Menschenrechten, Selbstbestimmung und Kultur andererseits, dies sind die Themen, die vielen indigenen Kämpfen aktuell zu Grunde liegen.

In dem neuen Büchlein „Indigene Kämpfe in den Americas“, herausgegeben von der Menschenrechtsgruppe „TOKATA – LPSG RheinMain“, zeichnen die Autor*innen, die sich als langjährige Aktivist*innen mit diesen Themen befassen und auch immer wieder vor Ort sind, ein düsteres Bild über Gegenwart und Zukunft des indigenen Amerikas. Die in vielen indigenen Kulturen vorhandenen Vorstellungen kollektiven Wirtschaftens und Lebens, des Schutzes der Umwelt für die späteren Generationen, der Ablehnung von Geiz und Gier stehen in diametralem Gegensatz zur Profit- und Besitzlogik in kapitalistischen Gesellschaften. Und somit stehen Indigene den ungehemmten Ausbeutungsinteressen von Ressourcen im Wege. All dies wird in den 102 Seiten der Publikation anhand von Beispielen aus Nord-, Mittel- und Südamerika beschrieben.

Michael Koch, von TOKATA-LPSG RheinMain, stellt das Buch vor und geht dabei auf unterschiedliche indigenen Kämpfe ein, u. a. auch auf die aktuelle Situation in den autonomen zapatistischen Gemeinden oder den Zusammenhang von ICE-Terror und indigener Gegenwehr. Zum anderen gibt er einen kurzen Einblick zur Situation des nach 49 Jahren aus der Haft entlassenen indigenen politischen Gefangenen Leonard Peltier. Die Veranstaltung ist ein Mix aus Buchvorstellung, Lesung, Medienpräsentation und Diskussion.

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