Vier junge internationalistische Aktivisten, die vor dem NATO-Gipfel in Ankara festgenommen wurden, sollen am Donnerstag, dem 9. Juli, vor Gericht gestellt werden. Sie wurden von der Anti-Terror-Einheit in Gewahrsam genommen und stehen im Verdacht, Protestaktionen im Vorfeld des Gipfels vorbereitet zu haben. Die vier Aktivisten, die in den Hungerstreik getreten sind, haben bei ihrer Vernehmung von ihrem Schweigerecht Gebrauch gemacht. Zudem sollen zwei weitere in Istanbul festgenommene internationalistische Aktivisten noch am selben Tag aus der Türkei abgeschoben werden. Sie wurden im Hinblick auf ihre Abschiebung in Abschiebehaftanstalten untergebracht und hatten laut einer Organisation zur Unterstützung von Gefangenen angegeben, vor ihrer Festnahme beschattet worden zu sein.
Um sie zu unterstützen, wurden auf Aufruf der Plattform „Die Stimme der Gefangenen“ (Tutsakların Sesi Platformu) in mehreren europäischen Städten Solidaritätskundgebungen organisiert, um die Freilassung der in der Türkei inhaftierten jungen Internationalisten zu fordern. So fanden insbesondere im Vereinigten Königreich, in Frankreich, in Deutschland und in Österreich Kundgebungen statt. In London, Manchester und Birmingham prangerten die Demonstranten die Kriminalisierung der internationalen Solidarität an und forderten die Freilassung der politischen Gefangenen. In Frankreich fanden Aktionen in Paris, Rennes, Lyon, Grenoble und Toulouse statt, bei denen Solidaritätsbotschaften an die festgenommenen Aktivisten gerichtet wurden. In Deutschland fanden Kundgebungen unter anderem in Köln, Hamburg, Magdeburg und Stuttgart statt, während sich in Österreich junge Menschen in Graz mobilisierten.
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