Marokko: Verschlechterung der Haftbedingungen für sahrauische Gefangene in marokkanischen Gefängnissen

Die Liga zum Schutz der sahrauischen Gefangenen in marokkanischen Gefängnissen (LPPS) hat ihren Jahresbericht 2025 mit dem Titel „Keine medizinische Versorgung … Keine Besuche … Keine Gerechtigkeit“ veröffentlicht, in dem sie den marokkanischen Behörden systematische Verletzungen der Rechte politischer sahrauischer Häftlinge vorwirft. Das Dokument berichtet von politisch motivierten Verhaftungen, unfairen Gerichtsverfahren, Strafverlegungen fernab von den Familien sowie von verschlechterten Haftbedingungen.

Der Bericht hebt insbesondere die Frage der medizinischen Versorgung hervor, die als eine der schwerwiegendsten Verstöße beschrieben wird. Er nennt mehrere Fälle von Häftlingen, denen trotz schwerwiegender gesundheitlicher Probleme medizinische Versorgung oder eine Verlegung ins Krankenhaus verweigert wurde, sowie Situationen, in denen Häftlinge in der Haft gefährlichen Bedingungen ausgesetzt waren. Er prangert zudem Einschränkungen bei Familienbesuchen und der Kommunikation an, insbesondere das seit mehreren Jahren bestehende Besuchsverbot für Claude Mangin, die Ehefrau des sahrauischen Häftlings Naâma Asfari.
Darüber hinaus waren sahrauische Häftlinge auch Misshandlungen, erniedrigenden Durchsuchungen, Drohungen, der Zerstörung persönlicher Gegenstände sowie psychischer und physischer Gewalt ausgesetzt. Der Bericht listet 26 individuelle oder kollektive Hungerstreiks im Jahr 2025 auf, die zur Einforderung von Grundrechten durchgeführt wurden, und stellt fest, dass diese Aktionen oft mit nicht eingehaltenen Versprechungen der Strafvollzugsverwaltung enden.

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https://secoursrouge.org/maroc-deterioration-des-conditions-de-detention-des-prisonniers-sahraouis-dans-les-prisons-marocaines/