Die revolutionäre Journalistin Özgül Emre, die in Deutschland aufgrund des faschistischen Paragraphen 129a/b zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde und seit 4,5 Jahren inhaftiert ist, war nach einem unbefristeten Hungerstreik im Kölner Gefängnis Ossendorf gegen die Auferlegung von Einheitskleidung aufgrund ihres Widerstands in das Gefängnis Bielefeld-Brackwede verlegt worden.
Auch wenn im Gefängnis Bielefeld-Brackwede keine Einheitskleidung vorgeschrieben ist, gehen die Rechtsverletzungen und Repressionen gegen Özgül Emre weiter.
Seit ihrer Verlegung in dieses Gefängnis darf Özgül Emre keine Briefe in ihrer Muttersprache schreiben. Mit der Begründung, sie beherrsche „die deutsche Sprache ausreichend“, und unter dem Vorwand, es fehlten die finanziellen Mittel für Übersetzungen, verweigert die Gefängnisleitung Özgül Emre das Recht, in ihrer Muttersprache zu korrespondieren.
Zudem wird ihr das Besuchsrecht willkürlich verwehrt, indem die Gefängnisleitung Personen, die einen Besuch wünschen, einer „Kontrolle“ unterzieht, obwohl sie mittlerweile den Status einer Verurteilten hat.
Als Verein für Grundrechte und Freiheiten haben wir dagegen vor der Justizvollzugsanstalt Bielefeld-Brackwede eine Protestaktion durchgeführt. Bei der Aktion wurden Lieder der Gruppe Yorum gespielt und deutsch-türkische Parolen skandiert.
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