Frankreich: Der inhaftierte Aktivist Ritchy Thibault ruft zum Widerstand auf

Während die Mobilisierung der Schüler weitergeht, wurde der Aktivist Ritchy Thibault nach seiner Festnahme bei einer Straßenblockade in Saint-Denis in Untersuchungshaft genommen. Er wird unter anderem wegen Aufrufen zur Fortsetzung und Ausweitung der Mobilisierung angeklagt und muss am 5. Oktober vor dem Gericht in Bobigny erscheinen. Seine Inhaftierung erfolgt vor dem Hintergrund einer massiven Repression gegen die Schülerbewegung, die von Tausenden von Festnahmen geprägt ist.

Seit seiner Inhaftierung bekräftigt Ritchy Thibault, dass er entschlossen bleibt, und ruft dazu auf, die Mobilisierung an der Seite der Schüler fortzusetzen. Er prangert seine Inhaftierung als weitere Repressionsmaßnahme an und kündigt an, weiterhin Widerstand zu leisten.

Ich habe gerade erfahren, dass ich in Untersuchungshaft genommen wurde. Sie ist die logische Fortsetzung der repressiven Maßnahmen, denen ich nun schon seit mehreren Jahren ausgesetzt bin. Wie ich immer wieder betont habe, wird mich kein Urteil der Justiz zum Rückzug bewegen. Ich bleibe standhaft und entschlossen. Jede ihrer Maßnahmen bestärkt mich in meiner Überzeugung, dass es dringend notwendig ist, die etablierte Ordnung zu stürzen.

Ich sage den Freunden und Genossen, die mich lesen: Haltet durch! Wir werden sie letztendlich in die Knie zwingen. Wir sind stärker als sie. Sie werden uns nicht alle ins Gefängnis stecken können. Ich werde alles tun, damit die Rebellionen, Unruhen und Aufstände auch den Strafvollzug erfassen. Ich weiß, dass ihr euererseits mit aller nötigen Radikalität vor die Zellen der Polizeistationen und Gefängnisse ziehen werdet, um eure Brüder und Schwestern im Kampf zu befreien.

Wie Raymond Gurême – in Bezug auf die Folterer der Machthaber – sagte: „Sie haben das Fett bekommen, aber die Haut werden sie nicht bekommen.“ In dieser Geisteshaltung befinde ich mich, und ich werde bis zum Äußersten gehen, indem ich ihnen jeden Schlag vergelte, nach dem Vorbild unseres Helden der Volksselbstverteidigung, Christophe Dettinger. Ich habe gehört, dass die Wut der Schüler nach wie vor sehr lebhaft ist. Wir müssen alle an ihrer Seite stehen: Es ist Zeit für die Rache.

Meine Leute haben jahrhundertelang leidenschaftlich Widerstand geleistet – gegen Verfolgung bis hin zum Völkermord, vom Stacheldraht der Konzentrationslager bis zu den französischen Gefängnissen von heute. Der französische Staat will uns eingesperrt halten, aber wir haben immer einen Weg gefunden, zu entkommen, und werden ihn auch weiterhin finden. Ich glaube an die Kraft der Pflastersteine, der Barrikaden und des revolutionären Feuers.

Ich bin bei weitem nicht der Erste, den sie wegen seiner revolutionären Ideen einsperren, aber es liegt an uns, dafür zu sorgen, dass sie dieses Schicksal anderen nicht mehr zumuten können.

Die Wachhunde der Macht wollen mich an diesem Montag, dem 5. Oktober 2026, um 13 Uhr vor dem Gericht in Bobigny verurteilen. Ich werde diese Verhandlung, wie ich es immer getan habe, zu einer Ode an die Revolution machen, unser gemeinsames Heil. Ich werde mit den Worten meiner Mutter schließen, die mir schon in meiner frühesten Kindheit sagte: „Das Gesetz ist dazu da, die Schwächsten zu unterdrücken.“ Aber sie hat mir auch beigebracht, dass wir nicht dazu verdammt sind, alles hinzunehmen. Also ja, ich bin mir sicher, dass wir allen Schlägern dieses Regimes den Kopf abreißen und uns ein besseres Leben erkämpfen werden.

Mit größter Kampfbereitschaft.

  1. Oktober 2026, Bobigny.
    Ritchy THIBAULT

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https://secoursrouge.org/france-emprisonne-le-militant-ritchy-thibault-appelle-a-la-resistance/