In seinem Jahresbericht 2026 warnt Human Rights Watch vor einer Verschärfung der repressiven Politik in Marokko im Jahr 2025, die sich gegen Aktivisten, Journalisten und Menschenrechtsverteidiger richtet und in Form von Strafverfolgung wegen Verleumdung, Gefährdung der Staatssicherheit oder der Monarchie erfolgt. Die Organisation weist auch auf die gewaltsame Unterdrückung der Demonstrationen der Bewegung „GenZ 212” hin, die mehrere Todesfälle und Hunderte von Verhaftungen, darunter auch Minderjährige, zur Folge hatte, wobei viele Personen noch immer in Haft sind. Der Bericht kritisiert auch ein umstrittenes Gesetz zum Streikrecht, das vom Verfassungsgericht bestätigt wurde, sowie anhaltende Mängel im Bereich der Frauenrechte, insbesondere in Bezug auf das Sorgerecht für Kinder, Frühehen und die fehlende Kriminalisierung von Vergewaltigung in der Ehe.
Was die Westsahara betrifft, ein seit 1975 von Marokko besetztes Gebiet, bleibt die Lage angespannt. Das marokkanische Regime weigert sich weiterhin, ein Referendum über die Selbstbestimmung abzuhalten, trotz des 1991 mit der Polisario-Front ausgehandelten Waffenstillstands, die 2020 die bewaffneten Feindseligkeiten wieder aufgenommen hat. Die Lösungsversuche, darunter der von mehreren Ländern unterstützte Vorschlag für einen „Autonomieplan” aus dem Jahr 2007, werden weder von der Polisario-Front noch von der Afrikanischen Union anerkannt. Auch die Menschenrechtslage gibt Anlass zur Sorge: 19 Aktivisten der Gruppe „Aïd El Aâdikim” sind nach unfairen Prozessen in den Jahren 2013 und 2017 weiterhin inhaftiert. Darüber hinaus hat der Europäische Gerichtshof 2024 Handelsabkommen, die die Westsahara einschließen, für nichtig erklärt, da die Ausbeutung der Ressourcen ohne Zustimmung der lokalen Bevölkerung deren Recht auf Selbstbestimmung verletzt.
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