N:Statement zu Hausdurchsuchungen 11.03

Statement Regionalgruppe Nürnberg-Fürth-Erlangen der Rote Hilfe e.V. zu den Hausdurchsuchungen am 11.03.2026 Lest hier mehr und vor allem: Lasst Euch nicht einschüchtern. Wir halten zusammen und lassen niemanden alleine. Ihr habt Fragen oder seid betroffen von den Maßnahmen? Dann kommt gerne auf uns zu.
Rote Hilfe – OG Nürnberg, 13.03.26

Pünktlich nach der Wahl eskalieren die Polizei Mittelfranken und die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth die Versuche, antifaschistische Praxis durch Repression im Keim zu ersticken. Insgesamt 24 Wohnungen haben sie deshalb am 11.03.2026 durchsucht. Hauptsächlich in Nürnberg, aber auch außerhalb Bayerns. Was das soll, ist klar: Nachdem massive Polizeigewalt und unzählige Ermittlungsverfahren nicht gereicht haben, um die Proteste gegen das faschistische Team Menschenrechte abebben zu lassen, wird zu härteren Mitteln gegriffen.

Vorgeworfen wird den Betroffenen am 26. April 2025 im Rahmen der antifaschistischen Proteste in der Nürnberger Innenstadt Landfriedensbruch begangen zu haben. Versuche, selbstbestimmt gegen Faschistinnen in der eigenen Stadt zu demonstrieren, werden durch die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft zu einer Gefahr für die öffentliche Sicherheit hochstilisiert. Blockaden sind ein friedliches Demonstrationsmittel. Sie durchzuführen setzt aber voraus, dass man an der Polizei vorbeikommt, die die Faschistinnen abschirmt. Statt von Versuchen, auf die Route zu kommen, ist jetzt von Angriffen auf Polizist*innen die Rede. Die heutigen Durchsuchungen sind ein Ausdruck des seit Jahren voranschreitenden Rechtsrucks in Deutschland. Nazis demonstrieren; der Staat straft die ab, die sich ihnen entgegenstellen.

Die Rote Hilfe Nürnberg-Fürth-Erlangen erklärt sich solidarisch mit allen von den Durchsuchungen Betroffenen. Alle Aktivist*innen, die sich an den antifaschistischen Protesten beteiligen, rufen wir dazu auf solidarisch zusammenzustehen und weiter zu protestieren. Getroffen hat es einige, aber gemeint sind alle!

Was die kommenden Tage wichtig ist:

  1. An die Betroffenen: Meldet euch bei uns. Nutzt dazu die Anlaufstelle zu den bekannten Zeiten.
  2. Kein Wort zu den Behörden – solltet ihr im Kontext der Durchsuchungen oder zu anderer Gelegenheit auf die Proteste angesprochen werden, ist es das Beste, zu schweigen.
  3. Sorgt füreinander: Betroffene brauchen emotionalen und materiellen Support. Schaut wie ihr Sachschäden, Geldnot und emotionale Ausnahmezustände solidarisch und gemeinsam bewältigen könnt. Niemand darf alleingelassen werden!
  4. Geht weiter auf die Straße! Lassen wir uns nicht einschüchtern von den staatlichen Angriffe